DFB-U19 zieht nach EM-Finale Bilanz

Die deutsche U19-Nationalmannschaft hat die EM in Wales als Vize-Europameister beendet. | Foto: Anouar Touir
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Fußball. Die deutsche U19-Nationalmannschaft ist als Vize-Europameister von der EM in Wales zurückgekehrt. Im Finale unterlag das Team von Trainer Christian Wörns Spanien mit 0:2. Wenige Tage nach dem Endspiel hat Wörns die Leistung seiner Mannschaft insgesamt positiv eingeordnet. Neben der Enttäuschung über die verpasste Titelchance überwiege auch der Stolz auf das Erreichen des Finals. Es sei ein großer Erfolg, überhaupt in einem EM-Endspiel zu stehen.

Wörns sieht gute Ansätze trotz Finalniederlage

Nach Einschätzung des Trainers habe seine Mannschaft im Finale bis zum Schluss dagegengehalten. Besonders hob Wörns hervor, dass die Spieler nicht aufgegeben hätten und bis zum Ende alles versucht hätten. Das zweite Gegentor kurz nach der Halbzeit bezeichnete er als unglücklich, zumal es nach einer Standardsituation gefallen sei. Trotz der Niederlage sieht Wörns Deutschland nicht als chancenlos. Nach seinen Angaben lautete die Torschussstatistik aufs Tor 5:4 für die deutsche Mannschaft. Spanien habe in den entscheidenden Situationen jedoch effektiver agiert.

Lob für Turnierverlauf und Entwicklung des Jahrgangs

Mit Blick auf das gesamte Turnier verwies Wörns auf die Art und Weise, wie seine Mannschaft gespielt habe. Deutschland habe versucht, aktiv Fußball zu spielen, und über weite Strecken nur wenige Torchancen zugelassen. Als besonders prägend schilderte er das Halbfinale gegen die Ukraine, in dem sein Team nach seiner Darstellung über weite Strecken überzeugt habe. Zugleich sieht der Trainer weiteren Verbesserungsbedarf. Genannt wurden vor allem mehr Konstanz, höhere Effizienz und eine größere Breite. Positiv bewertete Wörns, dass erstmals seit 2014 wieder eine deutsche U19 ein EM-Finale erreicht hat.

Qualifikation für U20-WM gelungen

Mit dem Einzug ins Halbfinale hat sich die Mannschaft außerdem für die U20-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Aserbaidschan und Usbekistan qualifiziert. Wörns betonte jedoch, dass das Turnier nicht in einer offiziellen Abstellungsperiode stattfinde. Deshalb werde entscheidend sein, welche Spieler von ihren Vereinen tatsächlich freigestellt werden.

Den Jahrgang 2007 beschrieb der Trainer rückblickend als sportlich und menschlich stark entwickelt. Besonders wichtig sei gewesen, dass auf dem Platz eine geschlossene Mannschaft zu sehen gewesen sei.

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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