Deutsche Nationalmannschaft: Besonderes WM-Spiel für Tah
- Jonathan Tah vor dem WM-Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste in Toronto.
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Deutschland. Für Jonathan Tah wird das zweite WM-Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft auch persönlich zu einer besonderen Partie. Vor dem Duell mit der Elfenbeinküste sagte der Abwehrspieler, die Begegnung sei für ihn „sehr besonders“, weil sein Vater aus dem westafrikanischen Land stammt.
Die deutsche Auswahl trifft am 20. Juni in Toronto auf die Elfenbeinküste. In der Gruppenphase der Weltmeisterschaft könnte das Spiel sportlich wie emotional Gewicht bekommen. Tah, in Hamburg geboren und inzwischen beim FC Bayern unter Vertrag, betonte vor der Partie dennoch seinen Fokus auf das Turnier und die Ziele der Mannschaft.
Tah vor besonderer Begegnung
Der Verteidiger sprach bei der offiziellen Pressekonferenz von einer anderen Ausgangslage als vor gewöhnlichen Länderspielen. Dass er Fragen zur Elfenbeinküste auch auf Französisch beantwortete, unterstrich die persönliche Verbindung zusätzlich.
Zugleich verwies Tah auf die Unterstützung innerhalb der Mannschaft. Antonio Rüdiger hatte ihn im DFB-Quartier in Winston-Salem als neuen Abwehrchef bezeichnet. Tah sagte dazu, Lob von Rüdiger bedeute ihm viel, auch wegen dessen Erfahrung und Erfolgen auf höchstem Niveau.
Nach DFB-Angaben steht Tah vor seinem 49. Einsatz im Nationaltrikot. Ob er gegen die Elfenbeinküste von Beginn an spielt, ließ Bundestrainer Julian Nagelsmann offen.
Nagelsmann erwartet flexiblen Gegner
Der Bundestrainer kündigte vor dem Spiel keine größeren personellen Veränderungen an, wollte sich aber nicht festlegen. Zunächst müsse abgewartet werden, ob alle Spieler fit und gesund bleiben.
Vor Herausforderungen sieht Nagelsmann sein Team auch wegen der unklaren Ausrichtung des Gegners. Die Elfenbeinküste habe in Qualifikation und Afrika-Cup in unterschiedlichen Ordnungen gespielt. Deutschland sei darauf vorbereitet, müsse aber vor allem Tempo, Eins-gegen-eins-Situationen und das Umschalten nach Ballgewinn kontrollieren.
Hinzu kommen veränderte Bedingungen im Stadion von Toronto. Anders als beim Auftakt in Houston, als unter geschlossenem Dach gespielt wurde, rechnet Nagelsmann diesmal mit windigen Verhältnissen.
Auch Diomande im Blick
In der Defensive könnte auf Tah unter anderem Leipzigs Yan Diomande zukommen. Der Nationalspieler bezeichnete den ivorischen Offensivmann als sehr talentiert und unangenehm zu bespielen.
Trotz der persönlichen Geschichte rund um das Duell stellte Tah den sportlichen Rahmen in den Vordergrund. Für die deutsche Mannschaft geht es bei der WM darum, den erfolgreichen Start ins Turnier zu bestätigen.
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |