Champions-League-Rückkehr bei VfB Stuttgart: Party vor Pokalfinale
- Sebastian Hoeneß (l) führte den VfB Stuttgart um Deniz Undav in die Champions League.
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Stuttgart. Für die Fans des VfB Stuttgart steht eine besondere Woche an. Nach der gesicherten Rückkehr in die Champions League dürfen die Profis feiern. Trainer Sebastian Hoeneß gab der Mannschaft nach dem Bundesliga-Abschluss sogar ausdrücklich Partyfreigabe.
„Wer bin ich, dass ich die Jungs jetzt nicht feiern lasse? Man muss dann auch feiern, wenn es an der Zeit ist. Und deswegen dürfen die Jungs machen, was sie wollen“, sagte der 44-Jährige nach dem letzten Spieltag.
Die Erlaubnis überrascht, weil das wichtigste Spiel der Saison noch bevorsteht. Am Samstag, 23. Mai, trifft der VfB im DFB-Pokalfinale auf den FC Bayern München. Mit einem Sieg könnten die Stuttgarter ihre ohnehin erfolgreiche Saison mit einem Titel krönen.
Nach nur einem Jahr zurück in der Königsklasse
Mit dem 2.2 bei Eintracht Frankfurt sicherte sich Stuttgart am letzten Bundesliga-Spieltag den vierten Tabellenplatz. Damit spielt der Club nach einem Jahr in der Europa League wieder in der Champions League.
Dass der VfB eine 2.0-Führung zur Pause noch aus der Hand gab, spielte am Ende keine Rolle. Entscheidend war auch die Niederlage der TSG 1899 Hoffenheim, die bei Borussia Mönchengladbach mit 0.4 verlor.
„Ein sehr, sehr gutes Gefühl“
Außenverteidiger Maximilian Mittelstädt sprach von einem besonderen Moment. „Es ist ein sehr, sehr gutes Gefühl. Wir haben das ganze Jahr sehr hart gearbeitet.“ Ursprünglich sei die Champions League kein festes Ziel gewesen. Mit starken Leistungen habe sich die Perspektive während der Saison verändert.
Für Stuttgart ist die Rückkehr in die Königsklasse keine Selbstverständlichkeit. Erst zum siebten Mal qualifizierte sich der Verein für den Wettbewerb. Auch deshalb wollte Hoeneß den Spielern den Moment nicht nehmen. „Es ist Champions League. Es ist etwas ganz Besonderes.“
VfB etabliert sich wieder im Europapokal
Als Hoeneß den Verein vor gut drei Jahren übernahm, stand Stuttgart noch als Tabellenletzter kurz vor dem Abstieg. Inzwischen hat sich der Club wieder in der Bundesliga-Spitze etabliert. Zum dritten Mal in Folge spielt der VfB international.
Sportvorstand Fabian Wohlgemuth sieht dennoch Entwicklungspotenzial. Einige Clubs in Deutschland hätten weiterhin „ein paar Jahre Vorsprung“. Stuttgart müsse deshalb weiter konsequent arbeiten.
Champions League bringt Millionen
Auch wirtschaftlich hat die Qualifikation große Bedeutung. Das Startgeld in der Champions League liegt laut UEFA zuletzt bei rund 18,6 Millionen Euro.
Zum Vergleich
- Champions League Startgeld etwa 18,6 Millionen Euro
- Europa League Startgeld etwa 4,3 Millionen Euro
Die zusätzlichen Einnahmen eröffnen dem Verein neue Möglichkeiten bei Kaderplanung und Infrastruktur. Ein Pokalsieg gegen Bayern München am Samstag, 23. Mai, würde der erfolgreichen Saison zusätzlichen Rückenwind geben. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |