Besuch beim VfB Stuttgart: Klopp nimmt Pejcinovic in den Blick

Jürgen Klopp hat seine Arbeit als neuer Bundestrainer längst aufgenommen. | Foto: Sven Hoppe/dpa
  • Jürgen Klopp hat seine Arbeit als neuer Bundestrainer längst aufgenommen.
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Stuttgart. Für Fans des VfB Stuttgart wird Klopps Start als Bundestrainer sofort interessant: Am Montag, 31. August, kommt der neue DFB-Coach nach Stuttgart und nimmt neben etablierten Nationalspielern auch U21-Stürmer Dzenan Pejcinovic in den Blick.

Jürgen Klopp muss auf sein erstes Training als Bundestrainer und auf sein Länderspieldebüt gegen die Niederlande noch gut drei Wochen warten. Sein Arbeitstempo ist trotzdem schon hoch. Der 59-Jährige zeigt Präsenz in der Bundesliga, führt Vereinsbesuche, spricht mit Trainern, etablierten Nationalspielern und möglichen Neulingen. Dazu kommen interne DFB-Termine.

VfB-Besuch mit Blick auf Pejcinovic

Nach Stationen in München reist Klopp am Montag, 31. August, weiter nach Stuttgart. Dort will er sich mit VfB-Trainer Sebastian Hoeneß austauschen. Im Fokus stehen auch Spieler mit Perspektive für die Nationalmannschaft. Dazu zählt neben DFB-Profi Deniz Undav vor allem Dzenan Pejcinovic, der bislang für die U21-Nationalmannschaft aufläuft.

„Ich habe ihm gesagt, dass wir uns treffen“, sagte Klopp in München über den Stürmer. Für Pejcinovic ist das noch keine feste Zusage für das A-Team. Der Besuch zeigt aber, dass der neue Bundestrainer mögliche Debütanten früh kennenlernen will.

Klopp setzt auf engen Draht zu den Vereinen

Der frühere Vereinstrainer will die Clubs stärker einbinden. „Ich versuche einfach, alle mitzunehmen auf dem Weg, den wir gehen wollen“, sagte Klopp. Gemeint sind Trainer wie Vincent Kompany beim FC Bayern, Niko Kovac in Dortmund und Hoeneß beim VfB Stuttgart.

Klopp formuliert dabei einen Anspruch, der für die Bundesliga-Clubs wichtig ist: „Wir wollen, dass die Nationalmannschaft für die Vereine auch einen Mehrwert darstellt.“ Beim FC Bayern beobachtete er bereits an der Seite von Kompany das Training. Münchens Sportvorstand Max Eberl nannte den Austausch mit dem Bundestrainer „sehr wichtig“.

Erstes Aufgebot kommt am Donnerstag, 17. September

Sportlich muss Klopp nach dem nächsten WM-Flop der Nationalmannschaft schnell liefern. Er selbst ordnet den Start nüchtern ein. „Wir haben ganz viel vor beim DFB. Aber wir wissen, wir können uns nur Zeit kaufen über Ergebnisse, Fortschritte“, sagte er.

Sein erstes Aufgebot will Klopp am Donnerstag, 17. September, bekanntgeben. Vier Tage später trifft sich der Kader im Stammquartier in Herzogenaurach. Der erste Länderspielblock läuft von Donnerstag, 24. September, bis Sonntag, 4. Oktober. Zum Auftakt geht es nach Amsterdam gegen die Niederlande. Danach stehen Partien gegen Griechenland und Serbien an.

Kimmich bleibt wichtig, Wirtz hatte ersten Kontakt

Kapitän Joshua Kimmich wird weiter eine zentrale Rolle spielen. Der Bayern-Profi berichtete von einem ersten Austausch mit Klopp, hielt sich inhaltlich aber zurück. „Jeder konnte da seine Sachen loswerden, die er unbedingt sagen wollte“, sagte Kimmich. Was besprochen wurde, wollte er nicht öffentlich machen.

Auch Florian Wirtz hatte bereits Kontakt mit Klopp. Der 23 Jahre alte Liverpool-Profi sagte, er habe zuvor noch nie Kontakt zum neuen Bundestrainer gehabt. Klopp will grundsätzlich einen engen Draht zu den Spielern aufbauen.

Beruhigende Nachricht an Musiala

Besonders aufmerksam wurde Klopps Umgang mit Jamal Musiala verfolgt. Der Bayern-Star hatte nach zwei Zusammenbrüchen in Testspielen eine neurologische Dysfunktion öffentlich gemacht. Musiala trainiert aktuell, spielt aber noch nicht wieder.

Klopp schickte Musiala eine Sprachnachricht und versicherte ihm Unterstützung. Die Sorge, dass die Situation Auswirkungen auf die Nationalmannschaft habe, könne er ihm nehmen, sagte Klopp. Geduld sei jetzt entscheidend. Seine Botschaft lautete: „Junge, werd' gesund - und dann ist die Tür offen.“ dpa/red

Autor:

Jens Vollmer aus Kaiserslautern

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