Basketball-Double-Header: DBB-Fans sehen Sieg, Abschied und Frauen-Krimi
- Johannes Voigtmann: In Köln verabschiedet sich der Welt- und Europameister nach 11 Jahren aus der deutschen Nationalmannschaft. In der Halle gab es dazu viel Applaus und Gänsehaut-Momente.
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Basketball. In Köln gab es Basketball im Doppelpack, mit einem emotionalen Abschied und zwei Spielen, die sportlich noch Arbeit offenlassen. Johannes Voigtmann verabschiedete sich nach 11 Jahren und 128 Länderspielen aus der Nationalmannschaft, die DBB-Männer überzeugten gegen die Niederlande vor allem offensiv.
„Es war sehr emotional für mich, auch wenn man es nicht so gesehen hat", sagte Voigtmann nach der Ehrung. Und er erklärte, warum er nach Olympia 2024 doch noch einmal zurückkam: „Dann bin ich nachhause gekommen, habe mich mit meiner Frau unterhalten und sie hat gesagt: Eigentlich kann man so nicht aufhören."
Der Abschied von Johannes Voigtmann
Voigtmann geht als Welt- und Europameister, mit 830 Punkten im Nationaltrikot. Über seine Entscheidung sagte er: „Für mich war es der richtige Zeitpunkt. [...] Jetzt ist dann aber auch genug."
MagentaSport-Experte Per Günther erinnerte dabei an Voigtmanns Rolle im WM-Finale von Manila und wurde sehr konkret: „Wenn ich an das Finale von Manila denke, da hast du ein perfektes Spiel gespielt, was nicht bedeutet, dass du 30 Punkte machst."
99.83 gegen die Niederlande, und trotzdem viele Fragezeichen
Sportlich gewannen die DBB-Männer ihr WM-Qualifikationsspiel gegen die Niederlande zwar mit 99.83, defensiv passte aber vieles nicht zusammen. Bundestrainer Álex Mumbrú brachte es zur Pause der Partie so auf den Punkt: „In der 1. Hälfte spielen wir eine gute Offense. Unsere Defensive ist so lala."
Auch Nationalspieler Maodo Lô fand deutliche Worte: „Wir haben nicht gut verteidigt. Vor allem in der 1. Halbzeit waren wir sehr schlecht in der Verteidigung." Am Sonntag geht es für die Männer in der WM-Qualifikation nach Polen, Tip-off ist um 14.30 Uhr bei MagentaSport.
Frauen verlieren knapp, Lange bleibt ruhig
Für die DBB-Frauen endete der Test gegen die Türkei mit 62.63, nach Niederlagen gegen Spanien (60.65) und Ungarn (62.68) ist es damit die dritte Pleite im August. Bundestrainer Olaf Lange ordnete das Ergebnis dennoch nüchtern ein: „Das macht mich nicht so nervös, weil es bis jetzt sehr, sehr gute Spiele sind."
Den Knackpunkt sah er vor allem nach der Pause: „Im 3. Viertel haben wir den Faden verloren gegen das Pressing, gegen die Junk Defense, das Trapping." Aus der WNBA reisten Frieda Bühner und Nyara Sabally bereits an, Sabally laboriert noch an einer Wadenverletzung, Lange sagte dazu: „Die ersten Feedbacks sind sehr positiv. Aber man muss abwarten, wie es sich entwickelt." [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |