Aufstieg beim VfB: Prömel trifft auf Ex-Club Hoffenheim
- Neuzugang Grischa Prömel ist sofort ein Anführer beim VfB Stuttgart (Archivbild)
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Stuttgart. Für VfB-Fans rückt vor dem Bundesliga-Spiel bei der TSG Hoffenheim eine besondere Personalgeschichte in den Fokus: Grischa Prömel ist innerhalb weniger Wochen vom Neuzugang zum Vizekapitän und Führungsspieler in Stuttgart geworden.
Der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler steht am Samstag, 12. September, um 15.30 Uhr vor einem schnellen Wiedersehen mit seinem früheren Club aus Hoffenheim. Für den VfB ist es ein Auswärtsspiel mit zusätzlicher Brisanz, weil Prömel nach seinem ablösefreien Wechsel im Sommer sofort eine zentrale Rolle übernommen hat.
Vom VfB-Fan zum Leistungsträger
Prömels Geschichte ist eng mit Stuttgart verbunden. Er wurde im Stadtteil Bad Cannstatt unweit des Stadions geboren und wuchs wenige Kilometer entfernt in Esslingen auf. Schon als Achtjähriger stand er bei einem Champions-League-Abend gegen die Glasgow Rangers im Stuttgarter Stadion, den VfB-Schal um den Hals. 23 Jahre später spielt er selbst für den Verein, den er damals als Fan unterstützte.
„Es ist einfach etwas Besonderes. Wenn man in Esslingen aufgewachsen ist, gibt es nicht viel, von dem man träumt. Ein kleiner Traum ist natürlich, für den VfB zu spielen“, sagte Prömel zuletzt. Sein Weg führte ihn nie über die Jugend oder die Profimannschaft des VfB. Erst nach Stationen beim 1. FC Union Berlin und bei der TSG Hoffenheim wurde der Wechsel nach Stuttgart möglich.
Hoeneß lobt Prömels Einfluss
Beim VfB brauchte Prömel kaum Eingewöhnungszeit. Er etablierte sich schnell in der Mannschaft, verdrängte den früheren Kapitän Atakan Karazor aus der Startelf und stieg sofort zum Vizekapitän auf. Im Mittelfeld bildet er inzwischen eine wichtige Achse neben Angelo Stiller.
Trainer Sebastian Hoeneß lobte vor allem Prömels Haltung. „Wir sind froh, dass er da ist“, sagte Hoeneß. Prömel betone immer wieder, wie besonders der VfB für ihn sei. „Und das spürst du.“ Der Routinier identifiziere sich zu 100 Prozent mit dem Club und tue der Mannschaft nicht nur sportlich, sondern auch menschlich gut.
Auch Sportvorstand Fabian Wohlgemuth hebt den Wert des erfahrenen Profis hervor. Prömel sei mit vielen Bundesliga-Spielen im Rücken gekommen und habe sich sofort in die Hierarchie eingearbeitet. Er gehe „verbal und inhaltlich“ voran.
Erstes Tor, Königsklasse und ein besonderes Wiedersehen
Für Prömel reiht sich derzeit ein persönlicher Höhepunkt an den nächsten. Er absolvierte sein erstes Bundesliga-Heimspiel für den VfB, erzielte sein erstes Pflichtspieltor für Stuttgart und kam beim 3:1 gegen Viking Stavanger am 9. September zu seinem ersten Einsatz in der Champions League.
Gerade dieser Auftritt im Stuttgarter Stadion machte die Geschichte für ihn besonders. „Das sind Momente, die für ewig bleiben, davon hat man immer geträumt, jetzt ist man selbst auf der Bühne. Ich konnte es genießen“, sagte Prömel.
Trotz aller Emotionen bleibt er vor dem Spiel bei Hoffenheim sachlich. Der VfB habe sich gegen Viking Stavanger phasenweise selbst das Leben schwer gemacht, sagte er bei DAZN. Gegen Hoffenheim werde es schwieriger. Für Stuttgart zählt damit nicht nur die nächste Etappe in Prömels Fußball-Märchen, sondern auch ein wichtiger Bundesliga-Test gegen seinen Ex-Club. dpa/red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |