3. Liga: Haugen rettet 1860, Osnabrück feiert, Aue ringt mit dem Abstieg
- Spannung pur im Saisonendspurt: In der 3. Liga feiern einige schon kleine Siege, andere kämpfen sichtbar mit der Realität.
- Foto: Nopphon/stock.adobe.com
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
3. Liga. In der 3. Liga wird es fünf Spieltage vor Schluss gleichzeitig eng und emotional: Beim TSV 1860 München sorgt Sigurd Haugen wieder für Punkte, in Osnabrück fühlt sich ein 1:0 schon wie ein kleiner Aufstiegsmoment an, und in Aue klingt der Abstieg immer realer.
Alle drei Spiele liefen am Sonntag live bei MagentaSport, inklusive vieler O Töne direkt nach Abpfiff.
3. Liga: TSV 1860 München und Regensburg leben vom Haugen Moment
Beim 2:2 gegen den SSV Jahn Regensburg rettete Sigurd Haugen München gleich doppelt. Regensburgs neuer Trainer Sascha Hildmann fasste es nach dem Schlusspfiff trocken zusammen: „Man spielt bei Sechzig und dann haben die halt so einen Haugen. Der Haugen macht die Dinger halt rein.”
Auf der anderen Seite saß die Enttäuschung bei Thomas Dähne, Torhüter TSV 1860, trotz Vertragsverlängerung tief. „Im Endeffekt glaube ich ist das so ein Spiegelbild der letzten Spiele, dass wir hinten ein Stück weit zu lethargisch verteidigen und vorne einfach die Chancen nicht nutzen. Das, was uns vor ein paar Spielen noch ausgezeichnet hat, ist leider so ein Stück weit weg. Deswegen sitzt die Enttäuschung heute schon tief.”
3. Liga: Osnabrück gewinnt das Topspiel, Cottbus hadert mit dem Fehler
Im Aufstiegsgipfel an der Bremer Brücke entschied Osnabrücker Siegtorschütze Ismail Badjie das Spiel nach seiner Einwechslung. „Unglaublicher Tag! Die Brücke hat von der ersten Sekunde an gebebt. Dieses Spiel zu gewinnen, wirklich unfassbar!”, sagte Badjie.
Cottbus Trainer Claus-Dieter "Pele" Wollitz suchte die Ursache beim 0:1 schnell bei der eigenen Konzentration. „Wir haben uns selbst geschlagen. [...] Du darfst dieses Spiel nicht verlieren. Ich glaube nicht, dass wir verdient verloren haben.”
Osnabrück Trainer Timo Schultz genoss den Moment, blieb aber bei der Einordnung klar. „Die Jungs haben heute wieder alles reingeworfen gegen eine richtig, richtig gute Cottbusser Mannschaft. [...] Aber die 3 Punkte sind heute natürlich extrem wichtig. Alle Zuschauer und alle, die es mit dem VfL halten, gehen heute glücklich nachhause.”
3. Liga: Aue und Verl teilen Punkte, die Sorgen bleiben
Beim 1:1 zwischen Erzgebirge Aue und dem SC Verl wirkte vieles wie ein Spiel gegen die Zeit. Auer Torschütze Erik Weinhauer sprach offen über die Lage: „Der Abstieg, wenn man realistisch ist, ist momentan unvermeidlich, zumindest vom Gefühl her. Ich möchte hier keine Märchen erzählen.”
Bei Verl war der Frust mindestens genauso greifbar, weil das Team im Aufstiegsrennen weiter Boden verliert. Tobias Strobl, Trainer Verl, zog nach dem Abpfiff ein hartes Fazit: „Vorbei, vorbei. Wir brauchen nach so einem Spiel nicht zu sagen, dass wir noch dabei sind. So wird es schwer, die letzten 5 Spiele zu gewinnen.”
Weiter geht es in der 3. Liga am 17. April: Jahn Regensburg spielt ab 18.30 Uhr gegen Alemannia Aachen live bei MagentaSport. [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |