0:4-Dämpfer für Freiburg vor Braga: Fokus auf Europa-League

Die Freiburger nach dem desolaten 0:4 in Dortmund.  | Foto: Bernd Thissen/dpa
  • Die Freiburger nach dem desolaten 0:4 in Dortmund.
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  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Freiburg. Für den SC Freiburg zählt nun vor allem eines. Der klare Rückschlag in der Bundesliga soll schnell abgehakt werden. Schon am Donnerstag, 30. April, wartet mit dem Halbfinal-Hinspiel der Europa League bei Sporting Braga das nächste große Spiel.

Die Generalprobe misslang deutlich. Beim 0:4 bei Borussia Dortmund wirkte das Team von Trainer Julian Schuster über weite Strecken fehleranfällig und ideenlos. Beim Einsteigen in den Mannschaftsbus wurden die Spieler zwar von einigen Fans auf das Europapokal-Highlight eingestimmt. Doch die Reaktionen fielen eher verhalten aus.

Abwehrspieler Philipp Lienhart sieht dennoch keinen Grund zur Panik. „Wir haben bis hierhin eine gute Saison gespielt, vor allem auch in der Europa League. Und die Vorfreude ist riesig. Darum glaube ich, wird das Spiel relativ schnell abgehakt sein“, sagte der Österreicher vor der Partie in Portugal, die um 21 Uhr beginnt.

Lienhart kritisiert Auftritt

Nach einer ohnehin intensiven Woche mit dem Halbfinal-Aus im DFB-Pokal beim VfB Stuttgart zeigte sich Lienhart unzufrieden mit der Leistung in Dortmund. „Ich glaube nicht, dass es an der Belastung lag. Es war heute einfach zu wenig, um in Dortmund zu bestehen“, sagte der Verteidiger.

Zeitweise wirkte es, als sei der Fokus bereits auf dem Europapokal gelegen. Freiburg will seine internationale Erfolgsgeschichte fortsetzen. Nach den starken Viertelfinal-Auftritten gegen Celta Vigo ist das Endspiel in Istanbul am Mittwoch, 20. Mai, das große Ziel.

Schuster rotiert und gibt Entwarnung

Trainer Julian Schuster hatte seine Mannschaft stark verändert. Sieben Positionen wurden im Vergleich zum Pokalspiel umgestellt. Leistungsträger wie Johan Manzambi, Matthias Ginter und Yuito Suzuki standen nicht im Kader. Schuster erklärte jedoch, dass keine größeren Verletzungen vorliegen. Nach der Pokalpartie seien einige Stammspieler körperlich nicht bereit gewesen, sofort wieder voll zu gehen. „Wir sind am Freitagmorgen kurz nach vier zu Hause angekommen. Die Jungs haben wirklich alles herausgepresst, was in ihrem persönlichen Tank war“, sagte der Coach.

Vor allem in der ersten Hälfte machte sich das Fehlen wichtiger Spieler bemerkbar. Bei den ersten beiden Treffern verteidigte Freiburg zu unsauber. „Unter dem Strich ist es eine verdiente Niederlage“, stellte Schuster fest. In der Bundesliga blieb Freiburg damit hinter Eintracht Frankfurt auf Rang acht. Beide Teams sind punktgleich. Frankfurt hat das bessere Torverhältnis.

Der Blick richtet sich nun klar auf das internationale Duell in Portugal. „Für uns ist jetzt wichtig, nach dieser Woche einen Haken dranzumachen“, sagte Schuster. dpa/red

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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