Zahnarztbesuch fürs Kind: Erster Termin ab Monat 6

Für Kinder sind bis zum Alter von sechs Jahren sechs Vorsorgeuntersuchungen in der Zahnarztpraxis vorgesehen - Z1 bis Z6. | Foto: Julian Stratenschulte/dpa-mag
  • Für Kinder sind bis zum Alter von sechs Jahren sechs Vorsorgeuntersuchungen in der Zahnarztpraxis vorgesehen - Z1 bis Z6.
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Zahnarztbesuch fürs Kind. Der erste Zahnarzttermin steht für Babys zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat an und gibt Eltern früh Sicherheit beim Putzen und bei der Kariesvorsorge.

Wenn die ersten Zähnchen kommen, tauchen im Alltag schnell praktische Fragen auf: Wie gründlich muss geputzt werden, worauf achten Eltern beim Baby oder Kleinkind und wann reicht ein kurzer Blick in den Mund. Antworten geben die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen Z1 bis Z6 in der Zahnarztpraxis.

Seit Anfang 2026 stehen die Z-Untersuchungen auch im sogenannten Gelben Heft. Die erste Untersuchung, die Z1, ist zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat vorgesehen. "Da werden vor allem die Eltern gründlich beraten", sagt Johanna Kant vom Bundesverband der Kinderzahnärzte laut Deutscher Presse-Agentur. Bei den Kleinsten reicht in der Regel zunächst ein kurzer Blick in den Mund.

Frühe Kontrolle soll Karies rechtzeitig sichtbar machen

Ein Ziel der Untersuchungen ist es, frühkindliche Karies früh zu erkennen. So kann rechtzeitig eingeordnet werden, ob Pflege, Ernährung oder Gewohnheiten rund ums Fläschchen eine Rolle spielen. Gleichzeitig lernen Kinder von Anfang an, dass der Zahnarztbesuch regelmäßig dazugehört. Kant beschreibt diese Gewöhnung mit dem Satz: "Dieser Termin gehört regelmäßig dazu."

Kinderzahnärzte arbeiten spielerisch und mit Kuscheltier

Kinderzahnärzte gestalten die Termine nach Angaben der Verbandsvorsitzenden bewusst kindgerecht. Bei Babys beginnt das oft mit einer Untersuchung in «Hoppe-Reiter-Position». "Manche fremdeln noch stark, da unterhalten wir uns erst mit den Eltern und nähern uns dem Kind langsam an", sagt Kant.

Bei Zwei- und Dreijährigen helfen oft vertraute Dinge aus dem Alltag. Möglich sind zum Beispiel:

  • ein mitgebrachtes Stofftier als Begleiter
  • eine Handpuppe in der Praxis
  • ein kleines Plastikspiegelchen für den Arztkoffer zu Hause

"Am Ende bekommen die Kinder ein kleines Plastikspiegelchen für ihren Arztkoffer mit", berichtet die Ärztin aus ihrer Praxis. "Das Ganze läuft sehr spielerisch ab."

Auch der normale Zahnarzt kann kleine Kinder untersuchen

Nicht überall gibt es eine spezialisierte Kinderzahnarztpraxis. Für Familien ist deshalb wichtig: "Jeder Zahnarzt kann ein kleines Kind untersuchen", sagt Kant. Praktisch ist häufig die Nachfrage in der eigenen Zahnarztpraxis, ob dort auch Termine für Babys oder Kleinkinder möglich sind.

Die wichtigste Orientierung bleibt damit einfach: Der erste Kontrolltermin fällt nicht erst ins Kitaalter, sondern bereits in die Zeit zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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