Y-History: Warum der Adel trotz Titel-Aus weiter präsent ist
- Y-History: Die Folge „Lang lebe der Adel ?!“ fragt, warum Adel auch ohne offizielle Titel bis heute sichtbar bleibt.
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Y-History. Adelstitel sind seit 1919 offiziell Geschichte, aber im Alltag tauchen sie trotzdem weiter auf. In der neuen Folge „Lang lebe der Adel ?!“ geht Reporterin Carolin Gräfin von der Groeben der Frage nach, was ein Name heute noch bedeutet.
Die Reportage läuft ab am 27. Juli in der ARD Mediathek. Im Ersten folgt die TV-Ausstrahlung am 17. August um 23.35 Uhr.
Was nach 1919 blieb, auch ohne Titel im Ausweis
Mit der Weimarer Verfassung verschwanden Grafen, Freiherren und Prinzessinnen aus den amtlichen Titeln, übrig blieben lange Nachnamen. In der Folge zeigt die Reportage, dass der Adel trotzdem nicht einfach weg war, sondern sich über Netzwerke, Traditionen und gesellschaftliche Codes weiter bemerkbar macht.
Carolin Gräfin von der Groeben trägt selbst einen solchen Namen und startet ihre Spurensuche mit einer persönlichen Ausgangsfrage: Sie habe sich nie gefragt, was ihr Name heute noch bedeute. Historische Filmaufnahmen treffen dabei auf aktuelle Begegnungen, die den Bogen vom Kaiserreich bis in die Gegenwart schlagen.
Y-History: Begegnungen zwischen Schlossalltag und Knigge
Unterwegs besucht sie den 21-jährigen Caspar Freiherr von Gumppenberg und schaut auf einen Schlossalltag, der laut Film wenig mit gängigen Adelsklischees zu tun hat. Historiker Leonhard Horowski ordnet ein, warum Macht und Einfluss des Adels nie auf Gesetzen beruhten, sondern auf Herkunft, Netzwerken und kulturellen Codes.
Außerdem kommt Clemens Graf von Hoyos zu Wort, der als Leiter der „Knigge-Akademie“ zeigt, wie eng Stil und gesellschaftliche Zugehörigkeit bis heute mit adeligen Traditionen verbunden sind. Maximilian Michael Prinz von Anhalt, der sich als Erwachsener adoptieren ließ, erklärt, warum ein Titel im 21. Jahrhundert noch immer Aufmerksamkeit erzeugt. [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |