Wenn der Job krank macht: Diese Warnzeichen solltest du ernst nehmen
- Erschöpft, gereizt, schlechter Schlaf über Wochen: Manchmal brauchen Beschäftigte, die sich im Beruf stark belastet fühlen, professionelle Hilfe. (zu dpa: «Emotionale Belastung im Job: Wann Hilfe nötig ist»)
- Foto: dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Psychische Belastung im Job erkennen. Dauerhafte Erschöpfung, Schlafprobleme oder Reizbarkeit können auf psychische Belastung im Job hinweisen. Experten erklären Warnzeichen und Hilfewege.
Fachleute raten dazu, Warnzeichen ernst zu nehmen und frühzeitig Unterstützung zu suchen.
Ob im Gesundheitswesen, bei der Polizei oder im Kundenservice. In vielen Berufen gehören belastende Situationen zum Alltag. Wenn der Druck über längere Zeit anhält, nehmen Beschäftigte Erlebnisse häufig gedanklich mit nach Hause. Das kann das Wohlbefinden und die Gesundheit beeinträchtigen.
Ein mögliches Warnsignal sind anhaltende Veränderungen im Verhalten. «Das ist der Fall, wenn sich Betroffene dauerhaft, also über mehrere Wochen hinweg, erschöpft fühlen und ungewohnt gereizt reagieren», sagt Johannes Wendsche, Diplom-Psychologe bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua).
Warnzeichen reichen von Schlafproblemen bis zu Schmerzen
Neben Erschöpfung können auch körperliche Beschwerden auftreten. Dazu zählen zum Beispiel:
- dauerhafte Schlafstörungen
- anhaltende Rückenschmerzen oder andere psychosomatische Beschwerden
- starke innere Anspannung oder Reizbarkeit
Solche Symptome können darauf hinweisen, dass die Belastung im Job dauerhaft zu hoch ist.
Professionelle Hilfe möglichst früh nutzen
«Je früher Betroffene auf professionelle Hilfe setzen, desto besser», sagt Sabine Gregersen, Diplom-Psychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).
Versicherte der BGW können sich beispielsweise an die telefonische Krisenberatung der Berufsgenossenschaft wenden. In anderen Betrieben stehen häufig Angebote des betrieblichen Gesundheitsmanagements zur Verfügung.
Auch die Betriebsärztin oder der Hausarzt können eine erste Anlaufstelle sein. Eine mögliche Behandlung ist etwa eine kognitive Verhaltenstherapie. Dabei lernen Teilnehmende Strategien, um sich mental besser von belastenden Situationen im Arbeitsalltag abzugrenzen.
Wer Warnsignale früh einordnet und Unterstützung nutzt, kann verhindern, dass sich beruflicher Stress dauerhaft auf Gesundheit und Alltag auswirkt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |