Wasserpest in Rheinland-Pfalz: Warum sie sich ausbreitet
- Die Stängel bestimmter Arten sogenannter Wasserpest können bis zu drei Meter lang werden. (Archivfoto)
- Foto: picture alliance / Roland Weihrauch/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Rheinland-Pfalz. Für Badegäste, Wassersportler und Naturfreunde in Rheinland-Pfalz und Hessen ist die Schmalblättrige Wasserpest relevant, weil sie Gewässer binnen kurzer Zeit dicht zuwachsen kann.
Die Pflanze mit dem wissenschaftlichen Namen Elodea nuttallii ist in Gewässern beider Länder weit verbreitet. Nach Angaben des Regierungspräsidiums Gießen stammt sie ursprünglich aus Nordamerika und besitzt ein großes Regenerationspotenzial. Schon kleine Pflanzenreste können rasch wieder neue Bestände bilden.
Seit 2017 als invasive Art eingestuft
Seit 2017 gilt die Schmalblättrige Wasserpest laut EU-Verordnung als „invasive Art mit unionsweiter Bedeutung“. Das Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz erklärt, dass sie die früher häufiger vorkommende Kanadische Wasserpest Elodea canadensis inzwischen größtenteils verdrängt hat. Als Grund nennt die Behörde die höhere Anpassungsfähigkeit der Art.
So verbreitet sich die Pflanze
Die Wasserpest kann bis zu drei Meter lange Stängel bilden. Ihre zugespitzten Blätter werden bis zu einem Zentimeter lang. Verbreitet wird die Pflanze vegetativ. Das bedeutet, dass auch abgetrennte Teile weiterwachsen können. Solche Reste können etwa über Boote oder durch Vögel in andere Gewässer oder andere Bereiche eines Gewässers gelangen.
Folgen für heimische Pflanzen und Nahrungsketten
Dichte Bestände können andere Wasserpflanzen überwuchern und damit einheimische Arten verdrängen. Nach Angaben des Regierungspräsidiums kann die Wasserpest außerdem Planktonalgen verringern. Das beeinflusst Nahrungsketten im Wasser. Betroffen sein können zum Beispiel Wasserflöhe, die sich von Plankton ernähren. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |