Warum das Eco-Programm länger läuft – und trotzdem Strom und Geld spart

Das Eco-Programm von Waschmaschinen spart trotz längerer Laufzeit Strom, weil das Wasser auf niedrigere Temperaturen erhitzt wird. (Symbolfoto beartbeitet mit KI) | Foto: Heike Schwitalla
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Spartipp Eco-Programm. Viele Menschen meiden das Eco-Programm ihrer Wasch- oder Spülmaschine, weil es deutlich länger läuft als andere Programme. Tatsächlich ist aber genau das der Grund, warum sich damit Strom und Geld sparen lassen.
Der größte Teil des Energieverbrauchs einer Wasch- oder Geschirrspülmaschine entsteht nicht durch den Motor, sondern durch das Erwärmen des Wassers. Das Eco-Programm setzt deshalb auf niedrigere Temperaturen und verlängert stattdessen die Wasch- oder Spülzeit. Waschmittel und Reiniger haben dadurch mehr Zeit, Schmutz zu lösen, ohne dass das Wasser stark erhitzt werden muss.

Große Einsparpotenziale mit ECO-Programmen

Je nach Gerät lassen sich gegenüber herkömmlichen Automatik- oder Standardprogrammen rund 20 bis 40 Prozent Strom einsparen. Gleichzeitig sinken die CO₂-Emissionen und die Stromkosten – ein Vorteil, der sich bei regelmäßiger Nutzung über das Jahr deutlich bemerkbar macht.

Moderne Waschmittel reinigen auch bei niedrigen Temperaturen

Viele Verbraucher glauben noch immer, Wäsche werde erst bei 60 Grad wirklich sauber. Das stimmt heute nur noch eingeschränkt. Moderne Voll- und Colorwaschmittel entfalten ihre Reinigungsleistung bereits bei 30 oder 40 Grad sehr gut. Für normal verschmutzte Kleidung reichen diese Temperaturen in den meisten Fällen völlig aus.
Nur bei richtig stark verschmutzter Wäsche oder wenn aus hygienischen Gründen Keime sicher entfernt werden sollen – etwa bei Krankheit im Haushalt oder bei bestimmten Textilien – können höhere Temperaturen sinnvoll sein. Experten empfehlen außerdem, die Waschmaschine gelegentlich mit einem 60-Grad-Programm zu betreiben, um Ablagerungen und unangenehme Gerüche zu vermeiden.

Geschirr wird auch im Eco-Modus sauber

Auch bei Geschirrspülmaschinen gilt: Das längere Eco-Programm bedeutet nicht schlechtere Reinigung. Die Programme sind darauf ausgelegt, selbst angetrocknete Speisereste zuverlässig zu entfernen. Entscheidend ist, dass Geschirrspülmittel länger einwirken kann und weniger heißes Wasser benötigt wird.
Ein Vorspülen unter fließendem Wasser ist in den meisten Fällen sogar überflüssig. Es genügt, grobe Essensreste zu entfernen. Das spart zusätzlich Wasser und Energie.

Immer erst voll beladen starten
Ein weiterer einfacher Spartipp: Wasch- und Spülmaschinen sollten möglichst erst eingeschaltet werden, wenn sie vollständig beladen sind. Jede vermiedene Maschinenladung spart Strom, Wasser und Wasch- beziehungsweise Reinigungsmittel.
Dabei sollte die Trommel oder der Geschirrkorb zwar gut gefüllt, aber nicht überladen sein. Nur so können Wasser und Waschmittel alle Textilien beziehungsweise das Geschirr optimal erreichen.

Kleine Gewohnheit mit großer Wirkung

Wer konsequent das Eco-Programm nutzt, bei niedrigen Temperaturen wäscht und Maschinen nur voll beladen einschaltet, kann den Energieverbrauch im Haushalt spürbar senken. Gerade angesichts hoher Strompreise gehören diese einfachen Maßnahmen zu den effektivsten Möglichkeiten, ohne Komfortverlust Geld zu sparen.

Auf einen Blick: Die wichtigsten Spartipps

  • Eco-Programme möglichst als Standard nutzen.
  • Wäsche überwiegend bei 30 oder 40 Grad waschen.
  • Spülmaschine nicht vorspülen – grobe Speisereste reichen aus.
  • Wasch- und Spülmaschine nur voll beladen starten.
  • Die Waschmaschine regelmäßig mit einem 60-Grad-Programm reinigen, um Keime und Ablagerungen vorzubeugen.

Und für alle, die sagen, sie haben keine Zeit für die lang andauernden ECO-Programme auch ein Tipp: Wer tagsüber wenig Zeit hat, kann die Startzeit vieler moderner Geräte programmieren oder die Maschine so einstellen, dass sie während der Arbeit oder nachts (bei passendem Stromtarif und sofern es die Wohnsituation zulässt) läuft. Da Wasch- und Spülmaschinen ohnehin ohne ständige Aufsicht arbeiten, spielt die Programmdauer im Alltag häufig eine geringere Rolle als zunächst angenommen.

Autor:

Heike Schwitalla aus Germersheim

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