ver.di lehnt Arbeitgeberangebot beim ETV klar ab
- ver.di: Die Gewerkschaft hat ein Arbeitgeberangebot im Eisenbahntarifvertrag als unzureichend zurückgewiesen. Im Streit geht es um Entgelte, Laufzeit und Arbeitsbedingungen.
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Nachrichten. Im Tarifstreit um den Eisenbahntarifvertrag hat ver.di ein Angebot der Arbeitgeber als unzureichend zurückgewiesen. Im Mittelpunkt stehen aus Sicht der Gewerkschaft bessere Einkommen und Arbeitsbedingungen in einem Bereich, der ohnehin mit Personalmangel kämpft.
Andreas Schackert, ver.di-Verhandlungsführer, begründet die Forderungen mit der Lage in der Branche: „Angesichts der angespannten Personalsituation im Eisenbahn- und Verkehrssektor und der hohen Anforderungen ist es notwendig, die Einkommen und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern“. Grundlage ist eine bundesweite Beschäftigtenbefragung.
Welche Forderungen ver.di auf den Tisch legt
ver.di fordert eine Erhöhung der Monatsentgelte um 6,5 Prozent für alle. Für Auszubildende sollen zusätzlich 100 Euro monatlich dazukommen.
Außerdem verlangt die Gewerkschaft eine jährliche Sonderzahlung von 650 Euro, die nur ver.di-Mitglieder erhalten sollen. Als Laufzeit des Tarifvertrags nennt ver.di zwölf Monate.
Eisenbahntarifvertrag: Was im Arbeitgeberangebot steht
Das Angebot der Arbeitgeber sieht bei einer Laufzeit von 28 Monaten eine Einmalzahlung von 270 Euro vor. Eine erste Entgelterhöhung um 2,8 Prozent soll es demnach erst am 1. Dezember 2026 geben, eine zweite um 2,2 Prozent am 1. Januar 2028.
Kritik übt ver.di auch an geplanten Änderungen im Manteltarifvertrag, darunter eine Aufweichung des Kündigungsschutzes. Schackert sagt dazu: „Das Angebot ist keine Wertschätzung, sondern eine Provokation“. [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |