Unimedizin Mainz: Darauf bei großer Hitze achten

Wenn die Sonne brennt, ist die Aufnahme von Flüssigkeit sehr wichtig - doch nicht nur das. (Symbolfoto) | Foto: Sven Hoppe/dpa
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Hitze. Anhaltende Hitze kann für viele Menschen schnell zum Gesundheitsrisiko werden. Die Universitätsmedizin Mainz warnt angesichts hoher Sommertemperaturen vor zusätzlichen Belastungen für Patientinnen und Patienten sowie für Beschäftigte im Klinikalltag.

Besonders ältere Menschen und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen reagieren empfindlich auf Hitze. Laut Klinik verschlechtern sich bei hohen Temperaturen häufig bestehende chronische Krankheiten. Ursache sind oft Flüssigkeitsmangel und ein Ungleichgewicht der Elektrolyte.

Medikamente können bei Hitze anders wirken

Wer etwa wegen Bluthochdrucks entwässernde Medikamente einnimmt, sollte bei Hitze besonders auf ausreichendes Trinken achten. Fehlt Flüssigkeit, drohen Schwindel, Kreislaufprobleme, Übelkeit oder Verwirrtheit.

Auch die Nierenfunktion kann sich verschlechtern. Dadurch verändert sich möglicherweise die Wirkung bestimmter Medikamente.

Treten stärkere Beschwerden auf, rät die Klinik zu schneller medizinischer Abklärung. Warnzeichen sind zum Beispiel

  • Bewusstseinsstörungen
  • anhaltendes Erbrechen oder Durchfall
  • kein Urin über mehrere Stunden

In solchen Fällen sollte eine Notaufnahme aufgesucht werden.

Getränke besser lauwarm als eiskalt

Die wichtigste Regel an heißen Tagen bleibt ausreichendes Trinken. Für Erwachsene empfiehlt die Unimedizin bis zu zwei Liter pro Tag. Geeignet sind Wasser, ungesüßter Tee, verdünnte Saftschorlen oder isotonische Getränke.

Sehr kalte oder stark gezuckerte Getränke sind weniger geeignet. Lauwarme oder leicht gekühlte Getränke löschen den Durst besser und belasten den Kreislauf weniger. An Tagen mit Temperaturen über 30 Grad arbeitet dieser ohnehin auf Hochtouren.

Rettungsdienste beobachten Entwicklung

Wie stark Hitzeperioden den Rettungsdienst zusätzlich belasten, lässt sich nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes Rheinhessen Nahe nur schwer vorhersagen. Ohnmachten etwa können viele Ursachen haben und sind nicht immer eindeutig auf Hitze zurückzuführen.

Längere Hitzephasen gelten jedoch als besonders belastend. Deshalb empfiehlt der Rettungsdienst neben ausreichendem Trinken auch, körperliche Aktivitäten in die kühleren Morgen oder Abendstunden zu verlegen.

Zudem lohnt ein Blick auf ältere oder kranke Menschen in der Nachbarschaft. Sie sind bei großer Hitze besonders gefährdet.

Vom Sprung in große Flüsse wie den Rhein rät der Rettungsdienst ab. Die Strömung sei dort zu stark und gefährlich.

Hilfsorganisationen wie der Arbeiter Samariter Bund analysieren derzeit zudem, welche Auswirkungen der Klimawandel langfristig auf den Rettungsdienst haben könnte. Der Malteser Hilfsdienst betont, dass das bestehende System grundsätzlich auch ein erhöhtes Einsatzaufkommen bewältigen könne. dpa/red

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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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