Tarotkarten wie Tod und Turm: Warum sie oft keine schlechte Bedeutung haben

Die Tarotkarte „Der Tod“ gilt als besonders gefürchtet – dabei steht sie oft eher für Wandel als für ein negatives Ereignis | Foto: Stephanie Walter - erstellt mit KI
  • Die Tarotkarte „Der Tod“ gilt als besonders gefürchtet – dabei steht sie oft eher für Wandel als für ein negatives Ereignis
  • Foto: Stephanie Walter - erstellt mit KI
  • hochgeladen von Stephanie Walter

Tarot. Wer zum ersten Mal den Tod, den Turm oder den Teufel als Tageskarte zieht, erschrickt oft kurz. Verständlich: Diese Karten haben einen Ruf, der ihnen vorausgeht. Sie klingen nach Krise, Verlust oder schlechtem Omen. Im Tarot sind sie aber oft viel weniger düster, als viele denken.

Gerade als Tageskarte zeigen sie meist keine Katastrophe an. Viel öfter machen sie sichtbar, was sich verändert, was nicht mehr trägt oder wo ein Muster klarer wird. Wer Tarot lebensnah liest, merkt schnell: Die gefürchteten Karten sind oft nicht die schlimmsten – sondern die deutlichsten.

Warum manche Tarotkarten so einen schlechten Ruf haben

Tarot arbeitet mit starken Bildern. Ein Skelett, ein einstürzender Turm, eine düstere Symbolik – das wirkt sofort. Dazu kommt, dass manche Karten über Jahre fast nur auf ihre drastische Seite reduziert wurden.

Im Alltag ist ihre Botschaft aber oft viel einfacher. Eine Tageskarte will meist nicht drohen, sondern etwas bewusst machen. Sie zeigt, wo du genauer hinschauen solltest, statt dir Angst zu machen.

Tarot ist nicht nur gut oder schlecht

Genau darin liegt für viele die Schwierigkeit – und der Wert. Tarotkarten funktionieren nicht nach dem Prinzip: positiv oder negativ. Sie zeigen eher, welche Dynamik gerade da ist.

Eine Karte kann unbequem sein und trotzdem hilfreich. Sie kann etwas benennen, das du längst spürst, aber noch nicht klar sehen wolltest. Gerade die Karten mit dem schlechtesten Ruf bringen oft die ehrlichsten Hinweise mit.

Der Tod: Wandel statt Unglück

Kaum eine Karte wird so oft missverstanden wie Der Tod. Dabei steht sie im Tarot meist nicht für einen tatsächlichen Verlust, sondern für Übergang. Etwas geht zu Ende, damit etwas Neues entstehen kann.

Als Tageskarte taucht sie oft auf, wenn du längst merkst, dass etwas nicht mehr zu dir passt. Eine Gewohnheit, eine Haltung, eine Erwartung oder eine Rolle, die innerlich leer geworden ist. Die Karte sagt dann nicht: Jetzt passiert etwas Schlimmes. Eher: Es ist Zeit, etwas loszulassen.

Unangenehm ist das trotzdem manchmal. Aber oft auch überfällig.

Der Turm: Wenn etwas nicht mehr hält

Der Turm ist die Karte für den Moment, in dem sich etwas nicht länger stabil reden lässt. Auch sie wirkt heftig – aber meist zeigt sie keine plötzliche Katastrophe, sondern etwas, das schon länger Risse hatte.

Als Tageskarte kann sie darauf hinweisen, dass heute eine Wahrheit deutlicher wird. Vielleicht fällt eine Fassade weg. Vielleicht wird klar, dass eine Situation nicht so tragfähig ist, wie du gehofft hast. Vielleicht merkst du, dass du etwas zu lange schön geredet hast.

Der Turm ist oft klärend. Manchmal muss erst etwas wackeln, bevor man erkennt, worauf man wirklich baut.

Der Teufel: Wo du dich selbst festhältst

Bei Der Teufel denken viele sofort an etwas Bedrohliches. In der Praxis ist die Karte meist viel alltagsnäher. Sie steht oft für Muster, Abhängigkeiten oder innere Bindungen, aus denen du nicht so leicht herauskommst.

Das kann eine Beziehung sein, die dir nicht guttut. Ein Verhalten, das du immer wiederholst. Oder der Eindruck, keine Wahl zu haben, obwohl du längst spürst, dass etwas nicht stimmt. Als Tageskarte stellt der Teufel oft genau diese unbequeme Frage: Wo machst du dich kleiner, als du sein müsstest?

Gerade deshalb ist die Karte nicht nur negativ. Sie zeigt, wo Unfreiheit beginnt – und genau das ist oft der erste Schritt, sie zu lösen.

Was es bedeutet, wenn du ein großes Arkana als Tageskarte ziehst

Auch schwere Tageskarten wollen meist etwas klären

Wenn dich eine Karte verunsichert, hilft oft schon ein kleiner Perspektivwechsel. Statt sofort das Schlimmste zu vermuten, lohnt sich die Frage: Was will mir diese Karte heute zeigen?

Gerade als Tageskarte geht es meist nicht um Vorhersage, sondern um Einordnung. Der Tod, Der Turm und Der Teufel wirken intensiv – aber oft gerade deshalb, weil sie etwas treffen, das ohnehin schon da ist.

Die Karten mit dem schlechtesten Ruf sind oft nicht die dunkelsten. Sie sind nur die, die am wenigsten beschönigen.

Autor:

Wochenblatt Astrowelt aus Ludwigshafen

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.