Streamingdienste sollen in Film investieren

Bundestag berät über eine geplante Investitionspflicht für Streamingdienste sowie Fernseh- und Video-on-Demand-Anbieter. Im Fokus stehen deutsche und europäische Filmproduktionen. | Foto: Nopphon/stock.adobe.com
  • Bundestag berät über eine geplante Investitionspflicht für Streamingdienste sowie Fernseh- und Video-on-Demand-Anbieter. Im Fokus stehen deutsche und europäische Filmproduktionen.
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Streamingdienste, Fernsehsender und Video-on-Demand-Anbieter sollen künftig einen Teil ihrer Umsätze in deutsche und europäische Produktionen investieren. Der Bundestag hat am 24. September erstmals über das geplante Mediendienste-Investitionsverpflichtungs-Gesetz beraten.

Der Gesetzentwurf trägt die Kurzbezeichnung MedienInvestVG und soll die Finanzierung neuer Filme, Serien und anderer audiovisueller Werke stärken. Eine konkrete Höhe der Investitionspflicht nennt der vorliegende Text nicht.

MedienInvestVG: Was sich ändern soll

Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher, begründet den Vorstoß mit der Verantwortung großer Mediendienste für den deutschen Markt: „Wer mit Filmen, Serien und audiovisuellen Angeboten auf dem deutschen Markt erfolgreich ist, muss auch Verantwortung für unsere kulturelle Vielfalt und kreative Wertschöpfung übernehmen", erklärt Rabanus. Nach den Plänen soll ein größerer Teil der Umsätze direkt in neue Produktionen fließen.

Davon könnten nach Einschätzung der SPD-Bundestagsfraktion besonders unabhängige Produktionsfirmen und der kreative Nachwuchs profitieren. Rabanus sagt dazu: „Deutschland braucht starke Geschichten aus Europa und aus unserem Land."

Mehr Planungssicherheit für die Branche

Die SPD-Bundestagsfraktion verbindet die Investitionsverpflichtung mit besseren Rahmenbedingungen für die Film- und Medienbranche. Sie erwartet mehr Planungssicherheit, zusätzliche Spielräume für hochwertige audiovisuelle Werke und eine Stärkung des Filmstandorts Deutschland.

Der Entwurf muss nun das weitere parlamentarische Verfahren durchlaufen. Im Mittelpunkt der Debatte steht damit die Frage, wie stark große Plattformen und Mediendienste künftig zur Finanzierung deutscher und europäischer Produktionen beitragen. [red]

Autor:

Film und Fernsehen: Shows, Serien und Stars aus Ludwigshafen

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