Stoffwechsel schützen in den Wechseljahren: Das hilft
- Die Mutter hatte auch schon Diabetes? Dann ist der Stoffwechsel-Check für Frauen in den Wechseljahren umso wichtiger.
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Wechseljahre und Diabetes. Regelmäßige Stoffwechsel-Checks und Bewegung helfen Frauen in der Lebensmitte, ein erhöhtes Typ-2-Diabetes-Risiko früh zu erkennen und günstig zu beeinflussen.
Die Wechseljahre verursachen Typ-2-Diabetes nicht unmittelbar. Nach Einschätzung der Deutschen Diabetes Gesellschaft, kurz DDG, können die hormonellen Veränderungen aber die Voraussetzungen für die Erkrankung begünstigen. Mehr Bauchfett, eine geringere Insulinempfindlichkeit und steigender Blutdruck spielen dabei zusammen.
Bei diesen Faktoren lohnt sich der Stoffwechsel-Check besonders
Ein erhöhtes Risiko besteht vor allem bei Frauen, auf die einer oder mehrere dieser Punkte zutreffen:
- Schwangerschaftsdiabetes in der Vergangenheit
- früher Beginn der Wechseljahre
- Diabetes bei einem oder beiden Elternteilen
- Übergewicht
Typ-2-Diabetes bleibt häufig lange unbemerkt. Vermehrter Durst, häufiges Wasserlassen, schlecht heilende Wunden und Müdigkeit können erst auftreten, wenn die Stoffwechselstörung weiter fortgeschritten ist. Für Frauen in der Lebensmitte kann es deshalb sinnvoll sein, Blutzucker, Blutfette und Leberwerte in der Arztpraxis kontrollieren zu lassen. Auch Blutdruck, Gewicht und Taillenumfang liefern Hinweise auf die Stoffwechselgesundheit.
Trainierte Muskeln unterstützen den Blutzucker
Krafttraining zwei- bis dreimal pro Woche kann den Stoffwechsel unterstützen. Muskeln nehmen Zucker aus dem Blut auf. Gut trainierte Muskulatur entlastet damit die Bauchspeicheldrüse, die Insulin bildet. Als günstige Ergänzung gelten Ausdaueraktivitäten wie Walken, Joggen, Radfahren oder Schwimmen.
Auch die Ernährung beeinflusst das Risiko. Die DDG rät zu viel Gemüse, Ballaststoffen und pflanzlichen Fetten. Zucker und stark verarbeitete Fertigprodukte sollten eher selten auf dem Speiseplan stehen. Ausreichend Schlaf und ein guter Umgang mit Stress können den Stoffwechsel zusätzlich unterstützen.
Frauen mit Diabetes sollten beachten, dass Schwitzen, Herzrasen und Unruhe sowohl Wechseljahresbeschwerden als auch Anzeichen einer Unterzuckerung sein können. Häufigere Blutzuckermessungen helfen bei der Einordnung. Frühzeitige Kontrollen und ein aktiver Alltag schaffen in den Wechseljahren eine gute Grundlage für die Stoffwechselgesundheit. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |