Sonnenfinsternis in Rheinland-Pfalz: Das ist am Mittwoch wichtig
- Sonnenfinsternisse entstehen, wenn sich der Mond von der Erde aus gesehen vor die Sonne schiebt. (Archivbild)
- Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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Rheinland-Pfalz. Wer die partielle Sonnenfinsternis am Mittwoch, 12. August sehen will, braucht vor allem einen freien Blick nach Westen und eine geeignete Schutzbrille. Das Himmelsschauspiel ist in Rheinland-Pfalz zwischen 19 Uhr und 21 Uhr bis zum Sonnenuntergang zu beobachten.
Nach Einschätzung der Vereinigung der Sternenfreunde steht die Sonne während der Finsternis bereits sehr tief über dem Westhorizont. Häuser, Bäume oder Hügel können die Sicht deshalb leicht verdecken. Besonders im Pfälzerwald, im Hunsrück und in der Vulkaneifel dürfte die Suche nach einem geeigneten Platz schwieriger werden. In der Rheinebene kann ein Standort nahe am Rhein helfen, damit der Pfälzerwald den Blick nicht versperrt.
Wo die Beobachtung besonders gut gelingen kann
Wer sich die Suche nach einem freien Platz sparen will, kann astronomische Einrichtungen besuchen. Zur Sonnenfinsternis beteiligen sich in Deutschland mehrere Standorte an der Langen Nacht der Astronomie.
- Die Sternwarte Zweibrücken macht mit
- Die Astronomische Arbeitsgemeinschaft Mainz bietet einen Beobachtungsabend an
- Die Sternwarte Bad Kreuznach öffnet ab 19 Uhr
- Im Naturpark Eifel gibt es in Vogelsang eine geführte Beobachtung mit Sternenguides
- An der RPTU Kaiserslautern sind ein Vortrag und Beobachtungen mit dem Teleskop geplant
Was am Himmel zu sehen ist
Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond von der Erde aus gesehen vor die Sonne. In Deutschland ist diesmal nur eine partielle Sonnenfinsternis sichtbar. Dabei wird die Sonne nach und nach verdeckt und erscheint zunächst angeknabbert, später als Sichel. Eine totale Sonnenfinsternis ist hier nicht zu sehen.
Ähnliche Ereignisse sind für einen einzelnen Ort selten. Nach Angaben der Expertin wird eine ähnlich starke partielle Sonnenfinsternis in Deutschland erst wieder 2048 sichtbar. Eine totale Sonnenfinsternis, die auch von Teilen Deutschlands aus beobachtet werden kann, wird erst 2081 erwartet.
Warum eine Schutzbrille Pflicht ist
Ungeschütztes Beobachten ist gefährlich. Auch während einer partiellen Sonnenfinsternis bleibt die Sonne so hell, dass ohne geeigneten Schutz bleibende Augenschäden drohen.
- Benötigt wird eine Sonnenfinsternisbrille
- Ungeeignet sind Rettungsdecken, rußgeschwärzte Gläser, Filmstreifen oder Schweißerbrillen
- Ältere Finsternisbrillen können weiter genutzt werden, wenn die Filterfolie unbeschädigt ist
- Ferngläser und Teleskope dürfen nicht zusammen mit einer Finsternisbrille verwendet werden
Die Expertin rät außerdem dazu, die Brille dicht ans Gesicht zu drücken, damit kein Streulicht von der Seite einfällt.
Nach der Finsternis folgt gleich das nächste Himmelsschauspiel
Direkt im Anschluss lohnt sich in der Nacht auf Mittwoch, 13. August der Blick weiter nach oben. Dann erreicht die Perseidennacht ihren Höhepunkt. Weil zugleich Neumond ist, sind die Beobachtungsbedingungen besonders günstig.
Für Sternschnuppen empfiehlt sich ein möglichst dunkler Ort außerhalb größerer Ortschaften. Mit bloßem Auge können dann laut Expertin etwa 60 bis 70 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar sein. Hilfreich sind dafür vor allem Geduld und eine Liege oder Picknickdecke. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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