Sonnenfinsternis in Baden-Württemberg: Die besten Tipps
- Eine totale Sonnenfinsternis gibt es nicht zu sehen, aber eine partielle. (Symbolbild)
- Foto: Natacha Pisarenko/AP/dpa
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Baden-Württemberg. Wer die Sonnenfinsternis am Mittwoch, 12. August sehen will, hat im Südwesten die besten Chancen auf den eindrucksvollsten Blick in Deutschland. Nach Angaben von Astronomen werden in Freiburg rund 90 Prozent der Sonnenscheibe verdeckt, in Stuttgart etwa 89 Prozent.
Weil das Himmelsschauspiel in die Zeit des Sonnenuntergangs fällt, kommt es stark auf den Standort und die Vorbereitung an. Die partielle Sonnenfinsternis beginnt in Baden-Württemberg gegen 19.20 Uhr. Ihren Höhepunkt erreicht sie in Stuttgart um 20.15 Uhr, in Karlsruhe um 20.16 Uhr und in Freiburg um 20.17 Uhr. Schon gegen 20.45 Uhr verschwindet die Sonne vielerorts hinter dem Horizont. Um 21.08 Uhr endet die Finsternis.
Warum Baden-Württemberg besonders gute Bedingungen bietet
Im Südwesten ist die Verdeckung größer als in allen anderen Teilen Deutschlands. In Freiburg bleibt zeitweise nur noch eine schmale Sonnensichel sichtbar. Auch in Stuttgart fällt die Finsternis stärker aus als in vielen anderen Städten des Landes.
Worauf es beim Beobachten ankommt
Entscheidend ist ein möglichst freier Blick nach Westen. Fachleute empfehlen erhöhte Standorte, weil die Sonne am Abend sehr tief steht. In Freiburg können sich etwa der Schlossberg oder der Schauinsland eignen. In Baden-Baden wird der Merkur genannt. Im Raum Stuttgart raten Experten zu Aussichtspunkten wie der Uhlandshöhe oder dem Birkenkopf, damit die Sonne länger sichtbar bleibt.
Wer das Ereignis beobachten will, sollte rechtzeitig vor Ort sein. Wer erst kurz vor Sonnenuntergang aufbricht, könnte den eindrucksvollsten Teil verpassen.
Sichere Beobachtung: Nur mit Schutz oder indirekt
Für den Blick in die Sonne reicht eine normale Sonnenbrille nicht aus. Benötigt wird eine geprüfte Sonnenfinsternis-Brille. Einige Planetarien, Sternwarten und Optiker im Land bieten solche Brillen an. Das Planetarium in Freiburg plant am Mittwoch, 12. August, von 15 bis 18 Uhr einen Last-Minute-Verkauf. Im Stuttgarter Planetarium gibt es sie für Besucher einer Vorstellung gratis, solange der Vorrat reicht.
Als besonders sichere Methode gilt die indirekte Beobachtung mit einer Lochkamera. Vorsicht ist bei Ferngläsern, Teleskopen und Kameras geboten. Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz bündeln diese Geräte das Sonnenlicht zusätzlich. Nötig sind dann spezielle Filter, die vor der Optik angebracht werden.
Was außerdem zu sehen sein könnte
Neben der deutlich schmaleren Sonnensichel erwarten Astronomen eine besondere Lichtstimmung. Die Landschaft könnte vorübergehend kühler und kontrastärmer wirken. Wer nach der Finsternis an einem dunklen Ort im Schwarzwald oder auf der Alb bleibt, hat in derselben Nacht zudem Chancen auf Sternschnuppen aus dem Perseiden-Meteorstrom.
Wer das Ereignis verpasst, muss nicht allzu lange auf die nächste Gelegenheit warten. Am Montag, 2. August, ist erneut eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen, dann allerdings mit deutlich geringerer Verdeckung. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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