Sonnenfinsternis 2026: Achtung beim Fotografieren mit dem Smartphone
- Wer keine spezielle Smartphone-Sonnenfilterfolie zur Hand hat, kann eine geprüfte Sofi-Brille als Behelfslösung vollständig vor das Kameraobjektiv halten – sicherer sind jedoch speziell für Kameras entwickelte Solarfilter.
- Foto: Heike Schwitalla (KI)
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Sonnenfinsternis. Am Mittwoch, 12. August 2026, ist in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Wer das seltene Himmelsschauspiel mit dem Smartphone fotografieren möchte, sollte allerdings vorsichtig sein: Denn das direkte Fotografieren der Sonne kann den Bildsensor der Kamera beschädigen. Darauf weisen Fotografen und Hersteller hin.
Die intensive Sonnenstrahlung kann durch das Kameraobjektiv auf den kleinen Bildsensor gebündelt werden. Bei längerer direkter Einstrahlung kann dieser dadurch dauerhaft beschädigt werden. Besonders kritisch ist die Verwendung eines starken Zooms, weil dabei die Sonnenstrahlung stärker auf den Sensor konzentriert wird.
Nicht einfach die Kamera auf die Sonne richten
Eine teilweise von Mond bedeckte Sonne ist nicht automatisch ungefährlich. Auch wenn nur noch eine schmale Sonnensichel zu sehen ist, bleibt die sichtbare Sonnenoberfläche extrem hell. Deshalb sollte das Smartphone nicht ohne geeigneten Schutzfilter direkt auf die Sonne gerichtet werden.
Für die Sonnenfinsternis-Fotografie werden spezielle Sonnenfilter beziehungsweise geeignete Sonnenfinsternisfilter empfohlen. Eine normale Sonnenbrille ist dafür nicht geeignet. Achtung: Auch die Augen dürfen niemals direkt oder durch ein ungeeignetes optisches Gerät in die Sonne schauen.
- Sonnenfinsternis mit dem Smartphone fotografieren: Wer die Sonne am 12. August 2026 mit dem Handy aufnehmen möchte, sollte die Kamera mit einem geeigneten Sonnenfilter schützen.
- Foto: Heike Schwitalla
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Was kann mit der Smartphone-Kamera passieren?
Im ungünstigsten Fall kann der Bildsensor durch die konzentrierte Strahlung dauerhaft beschädigt werden. Mögliche Folgen sind beispielsweise dauerhafte helle oder dunkle Stellen beziehungsweise Pixelfehler auf späteren Fotos. Ein kurzer versehentlicher Blick in Richtung Sonne bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Kamera sofort kaputt ist. Das Risiko steigt vor allem bei längerer direkter Ausrichtung und bei stärkerer Vergrößerung.
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte deshalb einen geeigneten Sonnenfilter vor dem Kameraobjektiv verwenden. Die NASA empfiehlt für Aufnahmen der Sonne ebenfalls einen entsprechenden Solarfilter. Zudem gibt die NASA Tipps, wie man die Sonnenfinsternis am besten fotografiert.
Sonnenfinsternis 2026 - in Deutschland nur partiell
Die Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 ist nur auf einem schmalen Streifen unter anderem über Island und Teilen Nordspaniens total zu sehen. In Deutschland bleibt die Finsternis partiell. Die Sonne steht dabei am Abend bereits relativ tief am westlichen Himmel und die niedrige Sonnenhöhe kann die Aufnahme zusätzlich erschweren.
Kurz gesagt: Wer heute mit dem Handy fotografieren möchte, sollte die Kamera nicht einfach direkt auf die Sonne halten. Ein geeigneter Sonnenfilter schützt die empfindliche Kameratechnik. Wer keine spezielle Smartphone-Sonnenfilterfolie zur Hand hat, kann eine geprüfte Sofi-Brille als Behelfslösung vollständig vor das Kameraobjektiv halten – sicherer sind jedoch speziell für Kameras entwickelte Solarfilter. Eine Sonnenfinsternisbrille vor dem Smartphone-Objektiv kann im Notfall helfen, ist jedoch nicht pauschal als sicherer Ersatz für einen geeigneten Solarfilter zu empfehlen. Wer das teure Smartphone nicht riskieren will, fotografiert nicht ohne professionellen Solarfilter, der explizit auch für Sonnenfinsternis geeignet ist.
Wie nutzt man die Sofi-Brille als Kamera-Filter?
- Nur eine geprüfte Sofi-Brille verwenden, idealerweise mit ISO 12312-2-Kennzeichnung.
- Ein Stück der Filterfolie bzw. die Brille direkt und vollständig über das Kameraobjektiv halten. Sie darf nicht verrutschen, während du fotografierst.
- Keinen starken Zoom verwenden, wenn du nicht sicher weißt, welche Kamera dabei tatsächlich aktiviert wird.
- Nicht nur die Hauptkamera abdecken, wenn das Smartphone beim Zoomen automatisch auf eine andere Kamera umschaltet – alle möglichen Objektive müssen geschützt sein.
- Niemals die Sofi-Brille hinter das Objektiv oder zwischen Objektiv und Sensor legen. Der Filter muss auf der Sonnenseite vor der Kamera sitzen.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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