phoenix: Traumaexperte über Stress nach mutmaßlichem CSD-Anschlag
- Albrecht Roebke spricht über Reaktionen nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den CSD in Berlin. Im Fokus steht, wie sich „traumatischer Stress“ anfühlen kann.
- Foto: Home-stock/stock.adobe.com
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
phoenix. Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den CSD in Berlin berichten viele Betroffene von starkem „traumatischen Stress“. Das sagt der Notfallseelsorger und Traumaexperte Albrecht Roebke in einem Interview beim Fernsehsender phoenix.
Roebke ordnet diese Reaktionen als normal ein, auch wenn sie sehr heftig ausfallen können. „Ob daraus ein Trauma wird, kann man frühestens nach drei, vier Monaten sagen", sagt Roebke.
Warum solche Ereignisse so tief treffen können
Kritische Ereignisse zielten laut Roebke darauf ab, „dass unser Vertrauen in die Welt erschüttert wird, weil wir eigentlich im Normalzustand damit leben, dass wir uns einbilden, es gäbe hundertprozentige Sicherheit". Dahinter stecke eine widersprüchliche Erfahrung: „Dies sei "die Ambivalenz, die wir haben, wir glauben, es gäbe hundertprozentige Sicherheit und eigentlich wissen wir, dass das nicht so ist."", so Roebke.
Gerade an solchen Tagen werde besonders deutlich, dass das Sicherheitsgefühl, in dem man aufgewachsen ist, insgesamt weg sei, erklärt Roebke bei phoenix. Das vollständige Interview steht hier: phoenix.de/s/Au1 . [red]
Autor:Katharina Wirth aus Herxheim |