phoenix: Bauernpräsident Rukwied fordert Soforthilfen bei Trockenheit
- Joachim Rukwied spricht über die Folgen der Trockenheit für Betriebe und Ernten. Im Fokus stehen Forderungen nach schnellen Entlastungen bei Kosten und Hilfen.
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phoenix. Die anhaltende Trockenheit setzt die deutsche Landwirtschaft weiter unter Druck. Bauernpräsident Joachim Rukwied fordert deshalb schnelle politische Entlastung und warnt: „Das halten die Landwirte nicht mehr lange durch".
Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, beschreibt eine Lage mit mehreren Belastungen gleichzeitig. „Die Situation im Moment ist toxisch. Auf der einen Seite unterdurchschnittliche Erträge, auf der anderen Seite hohe Kosten bei Energie und Diesel, und das in Kombination mit niedrigen Erzeugerpreisen", sagte er im Fernsehsender phoenix.
Welche Sofortmaßnahmen Rukwied verlangt
Konkret nennt Rukwied unter anderem mehr Unterstützung bei Düngemitteln: Er will die EU-Düngemittelbeihilfe von 60 auf 180 Millionen Euro erhöhen. Außerdem soll die Auszahlung von 80 Prozent der EU-Direkthilfen an die Bauern auf Oktober vorgezogen werden.
Als dritte Sofortmaßnahme fordert Rukwied niedrigere Steuern auf Diesel, mindestens bis Ende November. „Dritte Sofortmaßnahme wäre, die Steuern auf Diesel deutlich zu senken bis mindestens Ende November. Das würde den Bauern kurzfristig helfen und Entlastung bringen", so Rukwied.
phoenix: Blick auf Koalitionsvertrag und Risiken für 2027
Darüber hinaus dringt Rukwied auf eine Umsetzung des Koalitionsvertrages im Agrarbereich und nennt dabei eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage. Damit könnten Betriebe in schwierigen Jahren auf ein finanzielles Polster zurückgreifen.
Auch für 2027 sieht Rukwied große Probleme: In vielen Betrieben fehlten finanzielle Mittel, deshalb werde derzeit zu wenig Dünger gekauft, der zudem deutlich teurer geworden sei. „Das wird dann am Ende weiter sinkende Ernten im nächsten Jahr zur Folge haben", so Rukwied.
Beim Tierfutter drohen Defizite
Neben dem Ackerbau geht es laut Rukwied auch um die Versorgung mit Tierfutter, die durch die unterdurchschnittliche Ernte ebenfalls unter Druck gerät. „Im schlechtesten Fall heißt das, dass die Landwirte den Tierbestand abstocken müssen." [red]
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |