Ozonwarnung in Baden Württemberg: Sport besser nur morgens
- Mit der Hitze steigen auch die Ozonwerte. (Symbolfoto)
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Baden Württemberg. Hohe Temperaturen und starke Sonne treiben derzeit die Ozonwerte nach oben. In vielen Regionen Baden-Württembergs rät die Landesanstalt für Umwelt Baden Württemberg dazu, körperliche Anstrengung im Freien vor allem am späten Nachmittag und Abend zu vermeiden.
Nach Angaben der Behörde steigen die Ozonkonzentrationen besonders bei Hitze, intensiver Sonneneinstrahlung sowie wenig Wind. „Ozonempfindliche Personen und Kinder sollten körperliche Anstrengungen und sportliche Aktivitäten im Freien auf die frühen Morgenstunden verlegen“, sagte LUBW Präsident Ulrich Maurer. Gerade am späten Nachmittag und am Abend würden häufig die höchsten Werte gemessen.
Ab bestimmten Werten gilt eine klare Empfehlung
Die Behörden unterscheiden zwei wichtige Schwellenwerte für Ozon in der Luft.
- Ab 180 Mikrogramm pro Kubikmeter sollten Kinder, Jugendliche und empfindliche Menschen körperliche Aktivität im Freien vermeiden.
- Ab 240 Mikrogramm pro Kubikmeter gilt diese Empfehlung für die gesamte Bevölkerung. Dann wird auch Ozon Alarm ausgerufen.
Solche sehr hohen Spitzenwerte wurden in Baden-Württemberg zuletzt im Jahr 2015 gemessen.
Reizgas kann Kopfschmerzen und Husten auslösen
Ozon wirkt als starkes Reizgas. Laut Umweltbehörden können hohe Konzentrationen unter anderem heftige Kopfschmerzen, Husten sowie Reizungen von Augen und Schleimhäuten verursachen. Wie stark Menschen reagieren, ist individuell unterschiedlich.
Nach Einschätzung des Umweltbundesamtes reagieren etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Bevölkerung besonders empfindlich auf erhöhte Ozonwerte. Entscheidend ist vor allem, wie lange sich jemand in belasteter Luft aufhält.
Atemwege und Lunge besonders betroffen
Bei tiefer oder häufiger Atmung kann Ozon auch in tiefere Bereiche der Lunge gelangen. Dort kann das Gas Gewebe schädigen und entzündliche Prozesse auslösen. Studien zeigen, dass nach intensiver körperlicher Aktivität im Freien bei Kindern und Erwachsenen eine verminderte Lungenfunktion auftreten kann.
Schutzschild in großer Höhe. Problem am Boden
Ozon hat in der Atmosphäre eine doppelte Rolle. In mehr als 20 Kilometern Höhe bildet es die schützende Ozonschicht. Diese hält einen großen Teil der schädlichen ultravioletten Strahlung der Sonne von der Erde fern.
In Bodennähe ist Ozon dagegen ein Bestandteil der Luft, der bei bestimmten Wetterlagen stark ansteigen kann. Die natürliche Hintergrundkonzentration liegt bei etwa 50 Mikrogramm pro Kubikmeter.
Die erste Überschreitung des Informationsschwellenwerts in diesem Jahr wurde laut LUBW am Freitag, 29. Mai, an der Messstation Heidelberg registriert. Dort wurden 182 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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