Neue Hitzewelle in Baden-Württemberg: Ärzte warnen vor Gesundheitsgefahr
- Bei großer Hitze empfehlen Experten, regelmäßig Wasser zu trinken – nicht erst, wenn Durst entsteht.
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Hitzewelle. Kaum ist die letzte Hitzewelle vorbei, kündigt sich in Baden-Württemberg bereits die nächste Phase extremer Temperaturen an. Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand bezeichnet Hitze inzwischen als „eine der größten Gesundheitsgefahren unserer Zeit“.
Ende Juni wurden im Land Temperaturen von bis zu 41 Grad gemessen – ein neuer Rekord für Baden-Württemberg. Laut Deutschem Wetterdienst wäre eine solche Hitzewelle ohne den Klimawandel kaum möglich gewesen.
Krankenhäuser bereiten sich auf Hitze vor
Die Auswirkungen treffen zunehmend auch Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Nach Angaben der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft haben viele Krankenhäuser ihre Hitzeschutzpläne inzwischen angepasst. Teilweise wurden mobile Klimageräte angeschafft, um besonders gefährdete Patienten besser schützen zu können.
Das Land hat zudem eine neue „Taskforce Gesundheitlicher Hitzeschutz“ eingerichtet. Sie soll Maßnahmen gegen die gesundheitlichen Folgen extremer Temperaturen koordinieren.
Ärzte warnen vor Kreislaufproblemen
Mediziner rufen die Bevölkerung dazu auf, sich während der Hitzewelle besonders zu schützen. Wichtig sei vor allem:
- ausreichend trinken,
- körperliche Anstrengung vermeiden,
- Wohnungen kühl halten,
- und direkte Sonne meiden.
- Warnzeichen wie Schwindel, Kopfschmerzen, starke Erschöpfung oder Kreislaufprobleme sollten ernst genommen werden.
Besonders gefährdet sind laut Experten:
- ältere Menschen,
- Säuglinge und Kleinkinder,
- Schwangere,
- chronisch Kranke,
- Menschen mit psychischen Erkrankungen
- sowie Personen, die im Freien arbeiten.
Auch Medikamente können bei Hitze gefährlich werden
Apotheker warnen außerdem davor, dass manche Medikamente bei hohen Temperaturen problematisch werden können. Dazu zählen unter anderem Blutdrucksenker, Antidepressiva oder bestimmte Schmerzmittel.
Auch die Lagerung von Medikamenten sei wichtig: Viele Arzneimittel sollten nicht über 25 Grad gelagert werden.
Psychische Belastung nimmt bei Hitze zu
Experten beobachten zudem, dass Hitzewellen psychische Erkrankungen verstärken können. Schlafprobleme, Aggressionen, Erschöpfung und psychische Krisen nähmen während extremer Hitze deutlich zu.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
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