Mehr Zufriedenheit im Alltag: Kleine Experimente für Erwachsene am Weltglückstag
- Wie riecht der Frühling? Starke Sinnesreize lassen uns lebendig fühlen. Wer bewusst darauf achtet, beschert sich Glücksmomente im Alltag.
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Glück im Alltag. Kleine Veränderungen im Tagesablauf können die Zufriedenheit spürbar stabilisieren, ohne dass sich äußere Umstände sofort ändern. Der Weltglückstag am 20. März lenkt den Blick darauf, wie sich Wohlbefinden im Alltag entwickeln lässt und warum Glück weniger mit Zufall als mit Haltung zu tun hat.
Der Weltglücksbericht zeigt jedes Jahr, in welchen Ländern Menschen ihre Lebenszufriedenheit besonders hoch einschätzen. Häufig liegen die nordischen Staaten vorn. Solche Ranglisten sind ein Anlass, das eigene Leben einzuordnen. Entscheidend ist dabei weniger der Vergleich als die Frage, was Glück im psychologischen Sinn bedeutet.
Die Psychologie versteht darunter vor allem einen längerfristigen Zustand, den Fachleute als subjektiv empfundene Lebenszufriedenheit beschreiben. Die Psychologin, Trainerin und Coach Nanni Glück aus der Region Stuttgart betont, dass es dabei nicht um kurze Hochgefühle geht. „Im Deutschen hat Glück zwei Bedeutungen“, sagt sie. „Es kann bedeuten, Glück zu haben – oder glücklich zu sein.“
Warum äußere Umstände allein nicht reichen
Viele Menschen verbinden Zufriedenheit mit klaren Wenn-Dann-Erwartungen. Ein anderer Job, ein bestimmter Lebensabschnitt oder mehr Zeit sollen irgendwann automatisch glücklicher machen. In dieser Logik wird Wohlbefinden oft in die Zukunft verschoben.
Ganz unabhängig von äußeren Bedingungen ist Glück allerdings nicht. Grundbedürfnisse wie Sicherheit, Wohnraum und ein verlässliches Einkommen bilden die Basis. Sind diese erfüllt, rücken andere Aspekte in den Vordergrund. Dazu zählen das Gefühl, eigene Stärken einsetzen zu können, und die Erfahrung, im Alltag etwas zu bewirken.
Ein zentraler Ansatz ist der Perspektivwechsel weg vom Mangel. „Wofür kann ich dankbar sein? Dankbarkeit als Basis für nachhaltiges Glück oder nachhaltige Zufriedenheit“, beschreibt Nanni Glück diesen Gedanken. Der Blick auf Vorhandenes könne verdeutlichen, dass viele Voraussetzungen für Zufriedenheit bereits gegeben sind.
Kleine Experimente, die den Alltag verändern
Um Freude und Lebendigkeit zu fördern, empfiehlt Nanni Glück bewusst einfache Experimente. Sie lassen sich ohne großen Aufwand in den Alltag integrieren.
- Starke Sinneseindrücke können helfen, im Hier und Jetzt anzukommen. Eine kalte Dusche am Morgen, barfuß durchs Gras gehen oder Bewegung aktivieren die Wahrnehmung. „Immer wenn ich mit all meinen Sinnen ganz im Hier und Jetzt bin, dann fühle ich mich lebendig“, sagt sie.
- Lebendigkeit entsteht auch durch kleine Abweichungen von Routinen. Ein anderer Weg, ein spontaner Abzweig oder bewusstes Ausprobieren neuer Abläufe unterbricht den Autopiloten.
- Verspieltheit unterstützt Lernprozesse. „Wenn wir verspielt sind, dann ist unser Gehirn bereit, sich neuroplastisch zu verändern“, sagt Glück. In solchen Phasen werden Entwicklung und persönliches Wachstum wahrscheinlicher.
Glücklich sein trotz Krisen
Viele Menschen erleben die Gegenwart als Zeit gleichzeitiger Krisen. Kriege, Klimasorgen und wirtschaftliche Unsicherheit prägen den Alltag. Daraus entsteht häufig die Frage, ob persönliches Glück angesichts globaler Probleme überhaupt erlaubt ist.
Nanni Glück spricht hier von Ambiguitätstoleranz. Schönes und Belastendes können nebeneinander existieren. Gerade deshalb gewinnt Selbstfürsorge an Bedeutung. Wer dauerhaft unter Stress steht, reagiert eher nur noch. Wer sich stabil fühlt, kann unterstützen und konstruktiv handeln.
Am Ende geht es nicht um permanente Euphorie, sondern um ein tragfähiges Verhältnis zum eigenen Leben. Oder wie Nanni Glück es formuliert. „Die Welt braucht jeden Einzelnen von uns in seiner besten Version.“ dpa
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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