Mehr Bienen im Garten: Warum Löwenzahn stehen bleiben sollte

Unterschätzte Wildpflanze: Löwenzahn wird oft als Unkraut verkannt, ist jedoch ein wertvoller Beitrag für die Natur und ein Hingucker im Garten. | Foto: dpa
  • Unterschätzte Wildpflanze: Löwenzahn wird oft als Unkraut verkannt, ist jedoch ein wertvoller Beitrag für die Natur und ein Hingucker im Garten.
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Löwenzahn im Garten stehen lassen. Die gelben Blüten liefern im Frühjahr eine der ersten Nahrungsquellen für Wildbienen, Schmetterlinge und Vögel. Was oft als störendes Unkraut gilt, kann im Garten entscheidend dazu beitragen, dass Insekten nach dem Winter genügend Energie finden.

Mit den ersten warmen Tagen erscheinen die gelben Blüten fast überall auf Rasenflächen und Beeten. Viele Gartenbesitzer entfernen Löwenzahn sofort. Dabei ist die Pflanze für zahlreiche Tiere im Frühjahr besonders wichtig, wie die Deutsche Wildtierstiftung erklärt.

Für früh fliegende Wildbienen wie Sandbienen, Mauerbienen oder Hummeln ist Löwenzahn häufig die erste verfügbare Nahrungsquelle. Sein proteinreicher Pollen unterstützt die Entwicklung der Larven. Die Löwenzahn-Dörnchensandbiene nutzt für ihren Nachwuchs sogar fast ausschließlich diesen Pollen.

Wichtige Nahrung für Insekten und Vögel

Auch viele Schmetterlinge profitieren von den Blüten. Wenn Zitronenfalter, Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs nach der Winterruhe aktiv werden, dient der Löwenzahn als wichtige Nektarquelle. Im April nutzen auch Aurorafalter und Schwalbenschwanz die Blüten, wenn sie aus ihren Puppen schlüpfen.

Die Pflanze spielt zudem für andere Tiere eine Rolle. Die Blätter dienen Raupen der Hausmutter und weiterer Nachtfalter als Nahrung. Die ölhaltigen Samen liefern während der Brutzeit Energie für Körnerfresser wie Spatz, Stieglitz oder Gimpel.

Tiefwurzel lockert den Boden im Garten

Auch für den Boden kann Löwenzahn nützlich sein. Seine kräftige Pfahlwurzel wächst tief in die Erde und lockert verdichtete Schichten auf. Stirbt die Pflanze ab, bleiben kleine Kanäle zurück. Dadurch gelangt mehr Sauerstoff in den Boden, wovon Regenwürmer, Tausendfüßler und andere Bodenlebewesen profitieren.

Neben Löwenzahn können weitere Wildpflanzen zur Artenvielfalt beitragen. Dazu zählen unter anderem:

  • Huflattich
  • Gundermann
  • Schafgarbe
  • Taubnessel
  • Wildes Veilchen

Wer solche Pflanzen im Garten wachsen lässt, schafft zusätzliche Nahrungsquellen für Insekten und unterstützt die Vielfalt im eigenen Grün. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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