maischberger: Gabriel über Drohnen und warum Putin das kalt lässt
- maischberger bringt Sigmar Gabriel als Gast in die Runde, mit klaren Sätzen zu Sanktionen, Drohnen-Überflügen und NATO-Geschlossenheit.
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maischberger. Wenn Sigmar Gabriel über Russlands Kurs spricht, wird es schnell sehr konkret. In der ARD-Talksendung ordnet der ehemalige Bundesaußenminister die Reaktion Deutschlands auf Drohnen-Vorfälle ein, lobt Sanktionen, warnt aber zugleich vor falscher Sicherheit.
Gabriel hält die Maßnahmen nach dem versuchten Anschlag am Leipziger Flughafen für angemessen. Doch er macht in der Runde klar: „das wird Putin nicht beeindrucken“, sagt der SPD-Politiker.
maischberger: Die Sanktionen findet Gabriel richtig, aber nicht ausreichend
Für Gabriel liegt der entscheidende Punkt woanders: bei Geschlossenheit in Europa und in der NATO. „Es wird ihn hoffentlich beeindrucken, wenn wir in der NATO und in Europa zusammenhalten“, sagt er.
Als Beispiel nennt er einen deutlich härteren Umgang mit Überflügen. Die Einigkeit könne die NATO „zum Beispiel dadurch zeigen, dass man Drohnen-Überflüge über ein Land der NATO nicht einfach hinnimmt, sondern sie runterholt oder auch ein Jagdflugzeug nicht einfach vorbeifliegen lässt, das NATO Gebiet überfliegt“, schlägt Gabriel vor.
Warnung vor weiterer Eskalation
Gleichzeitig warnt Gabriel vor einer weiteren Eskalation im Umgang mit dem russischen Präsidenten. „Wir haben es mit jemandem zu tun, der auch in der Lage ist, notfalls in der Ukraine taktische Atomwaffen einzusetzen“.
Er geht davon aus, dass „deswegen die Amerikaner auch versuchen werden, ihm rechtzeitig Zeichen zu geben, dass er die Finger davon lässt“, sagt Gabriel bei „maischberger“. Die Sendung läuft am 1. September um 22.50 Uhr im Ersten. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |