Klimaschutz in Baden-Württemberg: Özdemir hält am Kurs fest
- Die Hitzewelle zeigt aus Sicht von Ministerpräsident Cem Özdemir, wie wichtig Klimaschutz ist. (Archivbild)
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Stuttgart. Die Folgen der jüngsten Hitzewelle betreffen Alltag, Gesundheit und öffentliche Ausgaben direkt. In Baden-Württemberg hat Ministerpräsident Cem Özdemir deshalb bekräftigt, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten am Klimaschutz festhalten zu wollen.
Özdemir sagte, die hohen Temperaturen der vergangenen Tage seien eine Erinnerung daran, dass die Warnungen vor der Klimakrise real seien. Man müsse mit voller Kraft auf Klimaschutz setzen. Das gelte auch dann, wenn die wirtschaftliche Lage angespannt sei.
Özdemir verweist auf hohe Folgekosten
Der Grünen-Politiker machte deutlich, dass Klimaschutz Geld koste. Zugleich warnte er vor deutlich höheren Belastungen ohne Gegenmaßnahmen. „Klimaschutz kostet Geld. Aber kein Klimaschutz ist schlicht unbezahlbar“, sagte Özdemir. Neben dem Schutz des Klimas gehe es aus seiner Sicht auch darum, sich besser auf die Folgen des Wandels vorzubereiten. Dazu zählt etwa der Hitzeschutz.
Debatte über Geld für Länder und Kommunen
Bundesumweltminister Carsten Schneider von der SPD hatte die Verantwortung für solche Vorbereitungen zuletzt bei den Ländern gesehen. Der Bund habe ihnen zu Beginn der laufenden Legislaturperiode 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen für Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Damit könnten die Länder auch Maßnahmen gegen Hitze finanzieren.
Özdemir entgegnete, zwei Drittel dieses Sondervermögens seien direkt an die Kommunen weitergegeben worden. Das Geld könne nur einmal ausgegeben werden. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |