Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee: Zwei Filme eröffnen 2026
- Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee: „Six Days to the Edge“ begleitet eine Highline über den Salto Ángel und gehört zum Programm im Oktober 2026.
- Foto: Tegernseer Tal Tourismus GmbH, Foto: Valentin Rapp
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Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee. Wenn im Oktober in Tegernsee wieder Bergfilme laufen, beginnt der Eröffnungsabend 2026 mit zwei Filmen aus der Region. Das Festival zeigt vom 14. bis 18. Oktober insgesamt 88 Produktionen.
Zum Auftakt stehen „Six Days to the Edge“ von Regisseur Valentin Rapp aus Rosenheim und der Kurzfilm „Forever Young“ des Schlierseers Moritz Attenberger auf dem Programm. Festivalleiter Tom Dauer setzt die beiden bewusst an den Anfang und sagt: „Beide stehen prototypisch für das, was in meinen Augen Motivation ist, Bergfilme zu machen: Zwei Filmemacher brechen auf, um sich eine Welt voller Abenteuer zu erschließen.“
Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee: Das zeigen die Eröffnungsfilme
„Six Days to the Edge“ begleitet eine Crew, die eine Highline über den Salto Ángel spannt, einen 800 Meter hohen Wasserfall am Tafelberg Auyan in der venezolanischen Gran Sabana. Attenberger dokumentiert in „Forever Young“ den Roadtrip von vier Freunden durch das bolivianische Altiplano.
Dauer findet auch den Blickwinkel der beiden Filmemacher bemerkenswert: „Es ist etwas Besonderes, die Welt mit den Augen zweier Lokalmatadore sehen zu können.“
Politischer Hintergrund in Venezuela und Bolivien
Beide Filme berühren auch politische Rahmenbedingungen der Dreharbeiten. In Venezuela zeichnet sich zum Zeitpunkt der Aufnahmen bereits ab, dass die US-amerikanische Regierung eine Militäroperation plant.
In Bolivien protestiert die mehrheitlich indigene Bevölkerung gegen eine Lebenssituation, die durch Armut, Arbeitslosigkeit und Ausbeutung geprägt ist.
Diese Gäste sind angekündigt
Zum Eröffnungsabend erwartet das Festival neben Rapp und Attenberger auch Lukas Irmler und Antonia Rüede-Passul, beide Slackliner. Außerdem kommen Stefan Glowacz und Philipp Hans, beide Profi-Kletterer, sowie Simon Messner als Jury-Mitglied.
An den folgenden Tagen kündigen sich weitere Namen an, darunter Basanta Thapa, langjähriger Leiter des Kathmandu International Mountain Film Festivals, für den Nepal-Abend am 16. Oktober um 19.30 Uhr. Ebenfalls am 16. Oktober um 19.30 Uhr steht Naturfilmer Jürgen Eichinger in der Sporthalle auf der Bühne.
Podien, Themenabende und die Preisverleihung
Am 17. Oktober treffen sich Robert Jasper, Profi-Bergsteiger, und Gerhard Baur, Bergfilm-Legende, beim Bergauf-Bergab-Nachmittag ab 17 Uhr auf dem Podium. Am 18. Oktober um 19 Uhr zeigt David Göttler live seinen Film „Nanga Parbat – Echoes of Sisyphus“.
Wie in jedem Jahr gehören auch Themenabende dazu. Der Bayern2-Abend steht unter dem Titel „Frauen, die ihr Ding machen“ und bringt unter anderem Bergsteigerin Noemi Kreuz und die Berchtesgadener Alpinistin Ines Papert nach Tegernsee, moderiert von Antonia Schlosser, Host des BR-Podcasts „Bergfreundinnen“.
Der DAV-Abend trägt das Thema „Skitouren sind lebensgefährlich“ und spricht über Lawinen und Risiken, mit einer konkreten Zahl: Im Winter 2025/26 ließen 151 Menschen durch Lawinen ihr Leben. Am Samstagabend können Besucherinnen und Besucher bei der Preisverleihung im Barocksaal Ausschnitte aller ausgezeichneten Filme sehen, am 18. Oktober folgt eine Matinee mit den besten Filmen im Kinozelt im Kurgarten und bei großer Nachfrage zusätzlich im Medius. [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |