Hitzetote in Rheinland-Pfalz: Schon jetzt meldet das RKI 1.500 Fälle
- Hitze ist vor allem für ältere Menschen gefährlich (Illustration).
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Rheinland-Pfalz. Die Folgen der anhaltenden Hitze treffen das Land bereits deutlich: Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind in Rheinland-Pfalz bislang rund 1.500 Menschen an hitzebedingten Folgen gestorben.
Damit liegt der Wert schon jetzt klar über jedem gesamten Jahr seit 2016. Der bisherige Höchststand lag im ebenfalls extrem heißen Sommer 2018 bei 630 Hitzetoten. Besonders ins Gewicht fiel nach Angaben des RKI eine extrem heiße Woche Ende Juni.
Extrem heiße Tage Ende Juni prägen die Bilanz
Bundesweit starben in diesem Jahr nach Schätzungen rund 11.900 Menschen infolge von Hitze. Davon entfielen etwa 9.600 auf die Woche vom 22. bis 28. Juni, als die Temperaturen an einigen Tagen vielerorts um die 40 Grad lagen. Auch deutschlandweit sind damit bereits mehr Hitzetote registriert worden als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016.
Das RKI erklärt, dass die Auswirkungen dieser besonders heißen Woche und der Folgewoche erst jetzt sichtbar werden. Ein Grund ist die Meldeverzögerung: Bundeslandspezifische Zahlen des Statistischen Bundesamtes liegen erst etwa fünf Wochen später vor.
Ältere Menschen sind besonders gefährdet
Der aktuelle RKI-Bericht betrachtet den Zeitraum vom 6. April bis 26. Juli. Die Werte werden jede Woche auf neuer Datenbasis neu berechnet. Es handelt sich um Schätzungen auf Grundlage der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes sowie von Daten aus 52 Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes.
Hitze ist vor allem für ältere Menschen gefährlich. Die meisten Todesfälle wurden mit gut 6.000 in der Altersgruppe ab 85 Jahren verzeichnet. Der Sommer ist noch nicht vorbei, die Temperaturen bleiben hoch. In Rheinland-Pfalz leben gut 4,1 Millionen Menschen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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