Fritz Litzmann, mein Vater und ich: Aljoscha Pauses Blick auf Rainer
- Fritz Litzmann, mein Vater und ich: Der Film blickt auf Rainer und Aljoscha Pause und ihre gemeinsame Geschichte zurück.
- Foto: 3sat, Foto: ZDF/ZDF, Robert Schramm
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Fritz Litzmann, mein Vater und ich. Wenn ein Sohn versucht, seinem berühmten Vater näherzukommen, kann daraus mehr werden als ein Porträt. Genau diesen Weg geht Filmemacher Aljoscha Pause in seinem Dokumentarfilm über den Kabarettisten Rainer Pause und dessen Bühnenfigur Fritz Litzmann.
3sat zeigt „Fritz Litzmann, mein Vater und ich" am 21. September um 21.45 Uhr im Free-TV. In der 3satMediathek läuft der Film schon ab 6 Uhr, weitere Infos gibt es unter 3sat.de .
Ein Vater, der viel arbeitete und oft fehlte
Rainer Pause zählt zu den bekannten Gesichtern der deutschen Kabarett- und Comedy-Szene und gründete 1987 das Bonner Pantheon-Theater. Für Aljoscha Pause war der Vater lange vor allem abwesend.
Der Film erzählt eine Annäherung zwischen beiden und zeichnet dabei nicht nur den Lebensweg des Vaters nach. Das Porträt wird dabei unweigerlich auch zum Selbstporträt des Sohnes.
Fritz Litzmann, mein Vater und ich: Der Weg von Essen bis ins Pantheon
Gemeinsam mit Rainer Pause arbeitet Aljoscha Pause sich durch Stationen aus dessen Biografie, unterstützt von Fotos und animierten Zeichnungen. Der Film spannt den Bogen von der Kindheit im Essen der späten 1940er- und frühen 1950er-Jahre über erste Bühnen-Erfahrungen am Schul- und Studententheater bis zur 68er-Bewegung.
Auch die Gründung des Pantheon-Theaters 1987 gehört zu den zentralen Punkten. Beschrieben wird dabei ein Lebensweg, der für Rainer Pause eine zunehmende Befreiung aus bürgerlicher Enge und Prüderie bedeutete.
Als aus Freiheit eine Herausforderung für das Umfeld wird
Der Film ordnet den Freiheitswillen von Rainer Pause als Schlüssel für den beruflichen Erfolg ein, gleichzeitig aber auch als Belastung für das engste Umfeld. Als Aljoscha 1972 zur Welt kommt, ist Rainer Pause nicht auf Familienleben eingestellt, erst recht nicht auf die spätere Rolle als alleinerziehender Vater.
Genannt werden eine Kindheit ohne Struktur und Aufsicht sowie eine Jugend, die in Schulabbruch und Partyexzessen mündet. Mit 22 erlebt Aljoscha Pause dann etwas Einschneidendes, das ihn dazu bringt, selbst die Regie für sein Leben zu übernehmen.
Bekannte Stimmen aus Comedy, Kabarett und Politik
Auf der Suche nach Antworten führt Aljoscha Pause Gespräche nicht nur mit seinem Vater, sondern auch mit Weggefährtinnen und Freunden der Familie. Zu Wort kommen unter anderen der Comedian Bastian Pastewka, der Musiker und Komiker Helge Schneider, Kabarettist Jürgen Becker, Comedienne Carolin Kebekus, Kabarettist Georg Schramm, Comedian Michael Mittermeier, Schauspielerin Nina Hoger, Politikerin Claudia Roth und Rita Baus.
„Fritz Litzmann, mein Vater und ich" läuft am 21. September um 21.45 Uhr in 3sat und ab 6 Uhr in der 3satMediathek. [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |