Freitag, der 13.: Warum der Unglückstag im Alltag täuscht
- Schwarze Katze in Sicht? An einem Freitag, dem 13., verheißt das für abergläubische Menschen nichts Gutes.
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Freitag, der 13. Das Datum löst bei vielen Menschen ein ungutes Gefühl aus, hat für den Alltag aber keine messbaren Folgen. Unfälle, Missgeschicke oder Pech häufen sich an einem Freitag, dem 13., statistisch nicht. Wer das weiß, kann den Tag nüchterner einordnen und Entscheidungen wie sonst auch treffen.
Viele erinnern sich kaum an den letzten Freitag, den 13., oder daran, was konkret passiert ist. Trotzdem gilt das Datum als Unglückstag. Der US-Psychologe Donald Dossey prägte dafür den Begriff «Paraskevidekatriaphobie». Gemeint ist keine klinische Diagnose, sondern ein verbreitetes Unbehagen.
Dass dieser Tag objektiv riskanter wäre, lässt sich nicht belegen. Studien zeigen keinen Anstieg von Unglücksfällen oder Schäden. Der Eindruck entsteht vor allem im Kopf.
Warum Freitag und die Zahl 13 als problematisch gelten
Der Aberglaube verbindet zwei alte Erzählstränge. In der christlich geprägten Kultur steht die Zahl 13 für das letzte Abendmahl mit 13 Personen, zudem wurde Jesus an einem Freitag verraten. In der nordischen Mythologie stiftet der Gott Loki als 13. Gast Unheil bei einem Götterbankett.
Im 19. Jahrhundert tauchte Freitag, der 13., vermehrt in Literatur und Theater auf. Spätestens mit der Filmreihe «Freitag, der 13.» ab 1980 wurde das Motiv fest im kollektiven Gedächtnis verankert.
Warum das empfundene Pech ein Denkfehler ist
Psychologen erklären den Effekt mit dem sogenannten «confirmation bias», der Bestätigungstendenz. Ereignisse, die eine Erwartung bestätigen, bleiben besser im Gedächtnis. Ein Missgeschick an einem gewöhnlichen Mittwoch wird schnell vergessen. Passiert es am Freitag, dem 13., gilt das Datum als Ursache.
Ein historisches Gegenbeispiel liefert der Thirteen Club aus New York. Die Mitglieder trafen sich bewusst am 13., gingen unter Leitern hindurch und zerbrachen Spiegel. Unglückliche Folgen blieben aus.
Wie sich der Blick auf den Tag verschieben lässt
Psychologen raten zu einem bewussten Perspektivwechsel. Wer positive Erlebnisse an diesem Datum wahrnimmt und festhält, schwächt die automatische Erwartung von Pech. Auch kleine Rituale wie das Zählen guter Momente können helfen.
Die US-Psychiaterin Anna Costakis betont, dass Erwartungen beeinflussen, was wahrgenommen wird. Ein neutraler oder positiver Fokus kann den inneren Autopiloten abschalten.
Unterm Strich bleibt Freitag, der 13., ein normaler Tag ohne besonderes Risiko. Die praktische Konsequenz lautet, Entscheidungen und Termine nicht anders zu behandeln als an jedem anderen Datum. dpa
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |