„Blue Moon“: Das steckt hinter dem seltenen Doppel-Vollmond

Blue Moon: Am 1. Mai und am 31. Mai gibt es einen Vollmond  (Symbolbild) | Foto: Thomas Warnack/dpa
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Blue Moon. Im Mai lohnt sich ein Blick in den Nachthimmel. Über dem Südwesten sind gleich zwei Vollmonde zu sehen. Der erste tritt am Freitag, 1. Mai, um 19.23 Uhr ein. Der zweite folgt am Sonntag, 31. Mai, um 10.45 Uhr. Astronomen sprechen dann von einem sogenannten Blue Moon.

Der Begriff beschreibt den zweiten Vollmond innerhalb eines Kalendermonats. Der Zeitraum zwischen zwei Vollmonden beträgt rund 29,5 Tage. Dadurch kommt es gelegentlich vor, dass ein Monat zwei Vollmonde enthält.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes stehen die Chancen gut, dass der Vollmond am Freitagabend auch in Baden Württemberg sichtbar ist. Vereinzelt könnten lediglich dünne Schleierwolken die Sicht etwas trüben.

Warum vom „Blue Moon“ gesprochen wird

Als Blue Moon gilt immer der zweite Vollmond eines Monats. Mit einer tatsächlichen blauen Farbe hat der Name nichts zu tun. Darauf weist Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg hin. Der Mond erscheine dabei ganz normal.

Der Ursprung der Bezeichnung ist nicht eindeutig geklärt. In englischer Literatur und Kunst taucht der Begriff bereits seit dem Spätmittelalter auf. Bekannt ist auch die Redewendung „Once in a blue moon“. Sie beschreibt ein Ereignis, das nur sehr selten vorkommt.

Seltenes Ereignis am Himmel

Zwei Vollmonde in einem Monat sind vergleichsweise selten. Laut Astronomen kann das höchstens zweimal im Jahr passieren. Für den zweiten Termin Ende Mai lässt sich das Wetter derzeit noch nicht zuverlässig vorhersagen.

Der Zeitpunkt am Vormittag bedeutet jedoch, dass der Mond in der Nacht davor und in der Nacht danach gut beobachtet werden kann. Ein Fernglas kann dabei zusätzliche Details sichtbar machen.

Bis zum nächsten Blue Moon nach diesem Ereignis dauert es einige Zeit. Nach Angaben von Astronomen fällt der nächste erst auf den 31. Dezember 2028. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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