Ausgerechnet im Ruhestand: Warum Winfried Kretschmann nachts keine Ruhe findet
- Etwas mehr Schlaf hat sich Ex-Ministerpräsident Winfried Kretschmann schon vor seinem Ruhestand gewünscht. (Archivfoto)
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Stuttgart. Ausgerechnet im Ruhestand fehlt Winfried Kretschmann der erholsame Schlaf. Der frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg berichtet, dass er seit seinem Ausscheiden aus dem Amt Mitte Mai häufiger nachts aufwacht und dann lange nicht wieder einschlafen kann.
Der 78-Jährige sagte der „Süddeutschen Zeitung“, er habe nun oft Schlafstörungen. Die aktive Politik vermisse er nach eigenen Worten nicht. Verantwortung für tagespolitische Dinge fehle ihm nicht.
15 Jahre an der Spitze des Landes
Kretschmann war von 2011 bis Mitte Mai Ministerpräsident in Baden-Württemberg. Rückblickend verweist er auch auf die besondere politische Lage vor seinem ersten Wahlsieg. Der Atomunfall von Fukushima habe die Stimmung kurz vor der Landtagswahl stark verändert.
Kretschmann sagte, ohne Fukushima drei Wochen vor der Wahl wäre er nicht Ministerpräsident geworden. Seine beiden späteren Wiederwahlen führt er dagegen auf die eigene Leistung zurück.
Ruhestand ohne Politik, aber nicht ohne Folgen
Nach eigenen Worten hatte Kretschmann schon während seiner Amtszeit das Gefühl eines ständigen Schlafdefizits. Nun könnte er zwar länger schlafen, doch nach eigener Schilderung macht ihm gerade das Einschlafen und Durchschlafen Probleme. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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