37°Leben: Marcant filmt Nazi-Demos und bekommt Morddrohungen
- 37°Leben begleitet Marcant bei seiner Arbeit auf Nazi-Demos. Die Reportage zeigt, wie er Fragen stellt und dafür angefeindet wird.
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37°Leben. Marcant ist 24, erreicht mit seinen Videos auf TikTok und YouTube Millionen Menschen, und er sagt, er bekomme täglich Morddrohungen. In der ZDF-Reportage „Marcant – Content gegen Rechts“ begleitet das Publikum ihn dorthin, wo er seine Inhalte macht: auf Nazi-Demos.
Dort stellt Marcant freundlich, aber bestimmt Fragen, und wird dafür angefeindet und beschimpft. Im Film fallen dabei auch Sätze wie „Verpiss Dich!“ und Beleidigungen wie „Linker Drecksjude, Missgeburt, Schwuchtel“.
Warum Marcant trotzdem das Gespräch sucht
Marcant begründet in der Reportage, warum er die direkte Konfrontation nicht meidet. „Mit Nazis redet man nicht, das mag vor zehn Jahren gestimmt haben“, sagt er. „Heute reden die Nazis in Parlamenten, ihre Reden im Internet erreichen hunderttausende Follower.“ Er beschreibt seinen Ansatz als Gegengewicht im Netz, und er nennt konkrete Rückmeldungen: Rund 500 junge Menschen hätten ihm geschrieben, dass sie auch wegen seiner Videos mit der Naziszene gebrochen haben und ausgestiegen sind. Gleichzeitig macht er deutlich, wie bedroht er sich fühlt: „Es gibt wenige Todeslisten, auf denen ich nicht stehe“, sagt er.
37°Leben: Sendetermin und Begleitung für die Doku
„Marcant – Content gegen Rechts“ läuft am 5. Juli um 9.03 Uhr im ZDF. Reporter Max Neidlinger begleitet Marcant dafür bei seiner Arbeit. Im Film taucht auch ein weiterer Punkt auf, der Aufmerksamkeit auf seine Geschichte lenkt: Marcant erhielt die Theodor-Heuss-Medaille 2026. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |