Wildcampen am Belchen nimmt zu: 25 Anzeigen an zwei Tagen

Übernachtungen im Biosphärengebiet sind nicht erlaubt. (Symbolbild) | Foto: Thomas Frey/dpa
  • Übernachtungen im Biosphärengebiet sind nicht erlaubt. (Symbolbild)
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Belchen. Wer auf dem Belchen oder anderen Schwarzwaldgipfeln zelten will, muss mit mehr Kontrollen und einer Anzeige rechnen. Im Biosphärengebiet Schwarzwald häufen sich nach Angaben der Verwaltung unerlaubte Übernachtungen auf Gipfeln. Besucherinnen und Besucher schlagen demnach Zelte auf, richten Lager ein und bilden teils ganze Zeltdörfer, obwohl das in Naturschutzgebieten verboten ist.

Ranger nehmen 25 Anzeigen an zwei Tagen auf

Allein zuletzt an zwei Tagen registrierten Ranger 25 Anzeigen wegen unerlaubten Zeltens und Lagerns. Deshalb werde derzeit verstärkt kontrolliert. Rangerin Susanne Vorndran warnte vor wachsendem Druck auf die Natur: „Wenn aus einzelnen Übernachtungen zunehmend größere Zeltansammlungen werden, entsteht ein Erholungsdruck, den die Natur nicht einfach ausgleichen kann."

Für Wildtiere seien Dämmerung und Nacht wichtige Aktivitäts- und Ruhezeiten. Stimmen, Taschenlampen, Bewegungen und freilaufende Hunde könnten Tiere aufscheuchen. Die Folge könne sein, dass sie bestimmte Bereiche dauerhaft meiden.

Was am Belchen verboten ist

Das Naturschutzgebiet Belchen umfasst rund 1.618 Hektar. Es ist unter anderem zum Schutz naturnaher Wälder, Magerweiden sowie gefährdeter Tier- und Pflanzenarten ausgewiesen. Nach der Schutzverordnung sind dort Zelt- und Lagerplätze verboten. Auch Drohnenflüge sind untersagt.

  • Zelten und Lagern sind im Naturschutzgebiet nicht erlaubt.
  • Drohnenflüge sind ebenfalls verboten.
  • Verstöße können als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden.
  • Unwissenheit schützt nach Angaben des Regierungspräsidiums Freiburg nicht vor einer Anzeige.

So lässt sich Natur am Belchen rücksichtsvoll erleben

Ranger Florian Schmidt betonte, Naturschutz und Naturerleben schlössen sich nicht aus. Wer den Belchen besucht, sollte auf ausgewiesenen Wegen bleiben, keinen Müll hinterlassen und in den Abend- und Nachtstunden Lärm und Licht möglichst vermeiden. Das hilft besonders Tieren, die in dieser Zeit Ruhe suchen oder aktiv sind. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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