S-Bahn-Sperrung in Stuttgart: Das gilt ab Montag
- Fahrgäste in der Stuttgarter Innenstadt müssen in den kommenden Wochen Ersatzbusse nehmen. Die S-Bahn ist bis Mitte September komplett gesperrt. (Archivbild)
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Stuttgart. Für viele Pendler im Großraum Stuttgart wird der Weg in die Innenstadt ab Montag, 20. Juli länger und umständlicher: Die wichtige Stammstrecke der Stuttgarter S-Bahn ist seit der Nacht für mehrere Wochen komplett gesperrt.
Bis Freitag, 12. September fahren auf der Tunnelstrecke zwischen dem Stuttgarter Hauptbahnhof und Vaihingen keine Züge. Betroffen sind die Stationen Hauptbahnhof tief, Stadtmitte, Feuersee, Schwabstraße, Universität und Österfeld. Diese Haltestellen werden in dieser Zeit nicht angefahren.
Am Hauptbahnhof enden die S-Bahnen im oberirdischen Bereich. Wegen der Baustelle von Stuttgart 21 sind dort deutlich längere Fußwege zu Bussen und zur U-Bahn einzuplanen.
Was sich für Fahrgäste ändert
Für die täglich rund 350.000 Fahrgäste der Stuttgarter S-Bahn bedeutet die Sperrung vor allem weniger direkte Verbindungen und längere Fahrzeiten.
- Zwischen Hauptbahnhof und Vaihingen fahren Ersatzbusse
- Die Busse halten an allen ausfallenden S-Bahn-Stationen entlang der Stammstrecke
- Der Ersatzverkehr soll mindestens alle zehn Minuten fahren
- In der Hauptverkehrszeit ist ein Takt von fünf Minuten geplant
- Auf den weiter befahrenen S-Bahn-Abschnitten verkehren die Züge nur im Halbstundentakt
Zusätzlich bietet die Bahn zwischen Hauptbahnhof und Böblingen einen Ersatzverkehr mit Regionalzügen an. Diese fahren stündlich und halten auch in Vaihingen.
Warum die Sperrung diesmal länger dauert
Die Deutsche Bahn sperrt die Strecke bereits zum sechsten Mal in Folge für mehrere Wochen in den Sommerferien. Nach Angaben des Unternehmens laufen erneut Bauarbeiten für die Digitalisierung des Stuttgarter Bahnknotens. Hinzu kommen Arbeiten zur Anbindung der neuen Stuttgart-21-Strecken an bestehende Gleise.
In diesem Jahr werden außerdem Gleise in der Wendeschleife der S-Bahn nahe der Haltestelle Schwabstraße erneuert. Weil diese Arbeiten nicht parallel zu den anderen Bauarbeiten möglich sind, dauert die Sperrung diesmal acht Wochen statt wie in den Vorjahren sechs Wochen.
Auch Regional- und Fernzüge sind betroffen
Die Sperrung wirkt sich auch auf den Regional- und Fernverkehr aus. Weil im oberirdischen Teil des Hauptbahnhofs Gleise für die S-Bahn benötigt werden, können dort nicht alle Züge halten.
Im Fernverkehr halten einzelne Züge nicht in Stuttgart, sondern ersatzweise in Esslingen am Neckar oder Vaihingen an der Enz. Betroffen sind laut Bahn unter anderem einzelne ICE-Verbindungen von Dortmund nach München oder von Frankfurt nach Graz.
Auch mehrere Regionalverbindungen werden umgeleitet oder verkürzt.
- Die Linie MEX 18 von Tübingen nach Osterburken fährt von Esslingen am Neckar direkt nach Ludwigsburg und damit an Stuttgart vorbei
- Die Linie MEX 17 zwischen Stuttgart und Pforzheim beginnt und endet bis auf wenige Ausnahmen in Bietigheim-Bissingen
- Die Linien MEX 19 und MEX 90 beginnen und enden zum großen Teil in Winnenden
Während der achtwöchigen Sperrung kommen laut Bahn zudem weitere kürzere Baustellen rund um Stuttgart hinzu, die zusätzliche Einschränkungen verursachen können. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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