Hitze-Check: Ludwigshafen und Worms schlecht geschützt
- Der Südwesten ist besonders von Hitze in Innenstädten betroffen. (Archivbild)
- Foto: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn
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Rheinland-Pfalz. Viele Menschen in großen Städten des Landes sind einer Untersuchung zufolge nur schlecht vor extremer Sommerhitze geschützt. Besonders kritisch ist die Lage laut Deutscher Umwelthilfe in Ludwigshafen und Worms.
Beim bundesweiten „Hitze-Check“ der Organisation landen beide Städte weit hinten im Ranking. Ludwigshafen belegt Platz vier der Städte mit dem schlechtesten Schutz vor Hitze. Worms folgt auf Rang sechs.
Mehr Beton und zu wenig Grün
Für die Analyse wertete die Deutsche Umwelthilfe Daten aus 195 deutschen Städten aus. Berücksichtigt wurden unter anderem
- Sommertemperaturen
- Bevölkerungsdichte
- Anteil von Beton und Asphalt
- Zahl von Bäumen und Grünflächen
- Entwicklung der Flächenversiegelung seit 2018
Aus diesen Faktoren entstand ein Index, der zeigen soll, wie stark Menschen in einer Stadt von Hitze betroffen sind. Hohe Oberflächentemperaturen, dichte Bebauung und wenig Grün verschlechtern die Bewertung.
Mehrere Städte mit „roter Karte“
Neben Ludwigshafen und Worms bewertet die Umweltorganisation auch Bad Kreuznach, Neuwied und Koblenz kritisch. Sie erhalten im Hitze-Check ebenfalls die rote Kategorie.
Worms und Bad Kreuznach schneiden laut Untersuchung in allen Teilbereichen schwach ab. Ludwigshafen liegt nur bei der Entwicklung der Flächenversiegelung etwas besser. Neuwied und Koblenz erreichen zumindest beim sogenannten Hitzebetroffenheitsindex etwas bessere Werte.
Weitere Städte nur im Mittelfeld
Auch andere größere Städte im Land erreichen keine gute Bewertung. Mainz, Trier, Kaiserslautern und Neustadt an der Weinstraße liegen lediglich im gelben Mittelfeld. Eine grüne Bewertung erhielt keine Stadt aus Rheinland-Pfalz.
Bundesweit schneiden Kiel und Wuppertal am besten ab. Am unteren Ende des Rankings stehen Offenburg, Lahr und Mannheim.
Hitzewellen werden durch den Klimawandel häufiger und intensiver. Gerade für ältere Menschen und chronisch Kranke steigt damit das Gesundheitsrisiko. Städte setzen deshalb zunehmend auf mehr Grünflächen, Bäume und Schattenplätze als Schutz vor Hitze. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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