AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt: Özdemir fordert Politikwechsel
- Cem Özdemir äußert sich zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. (Archivbild)
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Baden-Württemberg. Für Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg rückt nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die Frage in den Fokus, wie demokratische Parteien künftig Politik machen. Ministerpräsident Cem Özdemir fordert nach dem AfD-Sieg eine grundlegende Veränderung von Inhalt und Stil der Politik.
Özdemir verlangt schonungslose Selbstkritik
„Gefordert ist eine ehrliche und schonungslose Selbstkritik aller demokratischen Parteien mit dem Ergebnis, dass sich Art und Inhalt, wie wir alle Politik machen, dramatisch verändern müssen", sagte der Grünen-Politiker. Nötig seien weniger Streit, weniger Versprechen, mehr ehrliches Zuhören und gemeinsame Ergebnisse. Politik müsse klar sagen, was gehe und was nicht gehe.
AfD als Wahlsieger: Sorge bei vielen Menschen
Özdemir stellte klar, der Wahlsieger in Sachsen-Anhalt sei die AfD. Das müsse für alle demokratischen Kräfte bedeuten, dass nichts bleiben könne, wie es sei. Die Parteien müssten ihre Politik und ihren Politikstil grundlegend überdenken.
Der Regierungschef verwies auf Menschen, die aus Frust und Enttäuschung die AfD gewählt hätten. Zugleich nannte er die vielen Menschen in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus, die die AfD nicht wählten und nun in großer Sorge seien, was das Ergebnis für sie und ihre Familien bedeute.
Kritik an Reaktionen am Wahlabend
Viele Stellungnahmen und Erklärungsversuche am Wahlabend hätten auf ihn nicht den Eindruck gemacht, dass die Tragweite des Ergebnisses verstanden worden sei, sagte Özdemir. Es gehe nicht darum, Politik besser zu erklären. Auch liege es nicht daran, dass Menschen Politik nicht verstünden. Entscheidend sei aus seiner Sicht, den eigenen Anteil an diesem politischen Beben anzuerkennen und Konsequenzen daraus zu ziehen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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