Abschuss im Schwarzwald? Wolf bleibt unter Beobachtung
- Für Gentges kommt nur ein Abschuss infrage, sollte der Wolf sich weiter Menschen nähern. (Archivbild)
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Schwarzwald. Für Spaziergänger im Nordschwarzwald könnte der Umgang mit dem Hornisgrinde-Wolf bald neue Folgen haben: Falls weitere Vergrämungsmaßnahmen scheitern, soll das Tier nach Angaben von Baden-Württembergs Agrarministerin Marion Gentges abgeschossen werden.
Gentges sagte den „Badischen Neuesten Nachrichten“, man versuche es nun noch einmal mit Maßnahmen, die den Wolf von Menschen fernhalten sollen. Wenn das nicht gelinge, stehe am Ende der Abschuss.
Letzter Versuch zur Vergrämung
Wie der Nationalpark Schwarzwald vor wenigen Tagen angekündigt hatte, soll zunächst ein letzter Versuch unternommen werden, den Wolf umzutrainieren und von Menschen abzuschrecken. Wie lange diese Phase dauern soll, ließ die Ministerin offen. Einen festen Zeitplan gebe es demnach nicht.
Wolf nähert sich seit Jahren Menschen
Der Hornisgrinde-Wolf kommt Spaziergängern seit mehr als drei Jahren teils sehr nahe. Besonders betroffen sind Menschen mit Hunden. Nach Angaben aus dem Bericht folgt der Rüde ihnen oft in einem Abstand von weniger als 30 Metern.
Mehrere Versuche, das Tier mit einem Sender auszustatten und zu vertreiben, waren zuvor erfolglos geblieben. Das baden-württembergische Umweltministerium hatte deshalb Anfang des Jahres bereits eine Abschussgenehmigung erteilt. Diese ist seit Mitte März mit dem Ende der Paarungszeit ausgesetzt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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