Abriss der A61-Brücken bei Daxweiler läuft ohne Sprengung
- Bei den Abbrucharbeiten kommt ein Demontagegerät zum Einsatz.
- Foto: Hannes P. Albert/dpa
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Daxweiler. Autofahrer auf der A61 müssen sich noch mehrere Jahre auf eine große Baustelle einstellen. Bei Daxweiler im Landkreis Bad Kreuznach läuft derzeit der Abriss der alten Talbrücken Tiefenbachtal und Pfädchensgraben.
Die Arbeiten sind Teil eines umfangreichen Ersatzneubaus auf der Autobahn. Die mehr als 50 Jahre alten Bauwerke gelten als nicht mehr ausreichend für die heutigen Verkehrsbelastungen. Vor allem der stark gestiegene Schwerlastverkehr macht eine Erneuerung notwendig.
Abriss ohne Sprengung
Die Brücken werden nicht gesprengt. Nach Angaben der Autobahn GmbH ist das aus Gründen des Naturschutzes nicht möglich.
In der Umgebung liegen wichtige Wildtierkorridore. Besonders die Wanderwege der Wildkatze sollen geschützt werden. Deshalb werden die Brückenteile mit speziellen Demontagegeräten Stück für Stück abgebaut.
Der Rückbau braucht entsprechend Zeit. Der Abriss der Tiefenbachtalbrücke soll nach aktuellem Stand bis Anfang 2027 dauern. Die Arbeiten an der Pfädchensgrabenbrücke sollen voraussichtlich bis Ende 2027 abgeschlossen sein.
Sechs Fahrstreifen geplant
Die neuen Brücken werden größer als die bisherigen Bauwerke. In beide Fahrtrichtungen sind künftig jeweils drei Fahrstreifen vorgesehen.
Nach Angaben der Autobahn GmbH soll der Neubau der Talbrücken bis Ende 2029 abgeschlossen sein. Schon jetzt sorgt eine neue Verkehrsführung auf Teilen der Strecke für einen flüssigeren Verkehr.
Kosten steigen deutlich
Ursprünglich waren für das Projekt rund 150 Millionen Euro veranschlagt. Die tatsächlichen Kosten werden jedoch höher ausfallen.
Als Gründe nennt die Autobahn GmbH die allgemeine Inflation, Auswirkungen der Corona Pandemie sowie aktuelle Krisen mit höheren Baupreisen und Lieferproblemen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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