Laser-Training für Polizei in Baden-Württemberg kommt
- Insgesamt 180 lasergestützte Schießtrainingssysteme werden in Baden-Württemberg an die Polizeipräsidien verteilt.
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Stuttgart. Polizeibeamte in Baden Württemberg sollen Einsätze künftig häufiger ohne echte Munition trainieren. Ein neues lasergestütztes Schießtrainingssystem ermöglicht Übungen mit Lichtimpulsen statt Patronen. Insgesamt 180 Systeme werden an Polizeipräsidien im Land verteilt.
Bei dem Training werden an den Übungswaffen Laser Module befestigt. Die Gegenüber tragen Westen mit Sensoren. Beim Abdrücken sendet der Laser einen kurzen Lichtimpuls. Die Sensoren an der Weste registrieren den Treffer.
Innenminister Thomas Strobl sagte bei der Übergabe eines Systems an das Polizeipräsidium Stuttgart, Polizistinnen und Polizisten gingen täglich ein hohes persönliches Risiko ein. Deshalb müsse auch das Training bestmöglich ausgestattet sein. Sein Grundsatz lautet „Üben, üben, üben“.
Realistischere Übungen auch außerhalb von Schießanlagen
Nach Angaben des Innenministeriums erlaubt die Technik realitätsnähere Trainings. Übungen können damit auch außerhalb klassischer Schießstätten stattfinden. Denkbar sind Trainings etwa in Bahnhöfen, Schulen oder Flughäfen. Bisher nutzte die Polizei häufig das sogenannte Farbmarkierungstraining. Dabei werden spezielle Farbpatronen eingesetzt. Diese Munition ist teuer und hinterlässt sichtbare Flecken. Zudem müssen die Teilnehmenden besondere Schutzkleidung wie Helme tragen.
Das neue System bringt mehrere Vorteile:
- Training ohne echte Munition
- Übungen an verschiedenen Orten möglich
- Normale Einsatzkleidung reicht aus
- Keine Farbspuren oder aufwendige Reinigung
Die 180 Trainingssysteme sollen ab Ende April an Polizeipräsidien im ganzen Land verteilt werden. Die Kosten von rund 1,8 Millionen Euro stammen aus dem Sicherheitspaket der grün schwarzen Landesregierung aus dem Jahr 2024. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |