Kontrollen am "Car Friday" in Baden-Württemberg: Polizei jagt Autoposer

Das Land nimmt zum fünften Mal an der Aktion teil. (Symbolbild) | Foto: Jan Woitas/dpa
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Baden-Württemberg. Autofahrer müssen rund um den Karfreitag, Freitag, 3. April, mit verstärkten Kontrollen rechnen. Die Polizei im Südwesten geht erneut gezielt gegen Autoposer, illegales Tuning und riskante Fahrmanöver vor.

Bereits zum fünften Mal beteiligt sich das Land an einer bundesweiten Kontrollaktion. Nach Angaben des Innenministeriums gilt der Karfreitag in der Szene seit Jahren als inoffizieller Saisonstart. Innenminister Thomas Strobl erklärte, rücksichtsloses Imponierverhalten und manipulierte Fahrzeuge hätten auf öffentlichen Straßen keinen Platz.

Viele Verstöße bei Kontrollen

Die Zahlen der vergangenen Jahre zeigen die Dimension der Kontrollen. In Baden-Württemberg waren jeweils rund 365 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Einsatz. Zwischen 2022 und 2025 stellten sie pro Jahr mehr als 350 Verstöße fest. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 1.565 Fahrzeuge überprüft.

Auch außerhalb des Karfreitags kontrolliert die Polizei die Szene intensiv. Ein seit 2021 bestehendes Kompetenzteam koordiniert landesweite Schwerpunktaktionen. Die Bilanz des vergangenen Jahres:

  • Mehr als 19.000 kontrollierte Fahrzeuge
  • 8.790 festgestellte Verstöße
  • 1.412 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen

Innenminister fordert harte Konsequenzen

Strobl verwies auf schwere Unfälle durch illegale Rennen. Als Beispiele nannte er tödliche Raserunfälle in Ludwigsburg und Heilbronn in den vergangenen Jahren. Solche Ereignisse zeigten, dass die Jagd nach Geschwindigkeit und Aufmerksamkeit auch für Unbeteiligte lebensgefährlich werden könne.

Der Minister sprach sich erneut für deutlich strengere Maßnahmen aus. Wer wiederholt schwere Verstöße begehe und illegale Rennen fahre, solle die Fahrerlaubnis dauerhaft verlieren. Sein Vorschlag lautet. Lebenslänglich für lebensgefährlich. dpa/red

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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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