Großeinsatz gegen Kindesmissbrauch: 69 Wohnungen durchsucht

Bei einem landesweiten Großeinsatz gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornografie durchsuchten Ermittler in Hessen 69 Wohnungen. Mehr als 1.100 Datenträger wurden sichergestellt und werden nun ausgewertet. | Foto: AdobeStock_279298476_Robert Kneschke
  • Bei einem landesweiten Großeinsatz gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornografie durchsuchten Ermittler in Hessen 69 Wohnungen. Mehr als 1.100 Datenträger wurden sichergestellt und werden nun ausgewertet.
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Wiesbaden. Von Montag, 13. April, bis Freitag, 17. April, haben Ermittlerinnen und Ermittler der hessischen Polizei bei einem landesweiten Großeinsatz 69 Wohnungen und Häuser durchsucht. Die Maßnahmen richteten sich gegen insgesamt 71 Beschuldigte. Das Hessische Landeskriminalamt koordinierte die Aktion im Auftrag der hessischen Staatsanwaltschaften.

Die Verdächtigen – 68 Männer und drei Frauen im Alter zwischen 14 und 70 Jahren – stehen überwiegend im Verdacht, Kinder- und Jugendpornografie hergestellt, besessen oder verbreitet zu haben. In acht Fällen ermitteln die Behörden außerdem wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen. Nach den Durchsuchungen mussten sieben Beschuldigte zur Vernehmung auf Polizeidienststellen gebracht werden. Nach aktuellem Stand stehen die Beschuldigten nicht miteinander in Verbindung.

Durchsucht wurde unter anderem in Frankfurt am Main, Darmstadt, Hanau, Kassel, Offenbach am Main und Wiesbaden sowie in zahlreichen Landkreisen. Insgesamt stellten die Ermittler 1.146 mögliche Beweisstücke sicher, vor allem Datenträger wie Computer, Festplatten und andere Speichermedien. Diese werden nun ausgewertet.

Die Strafverfolgungsbehörden beobachten laut Hessischem Landeskriminalamt zunehmend auch Darstellungen, die mit Künstlicher Intelligenz erzeugt wurden. Solche Bilder oder Videos können ebenfalls strafbar sein, wenn sie realitätsnah Kinder in sexualisierten Situationen zeigen. Auch Herstellung, Besitz oder Verbreitung solcher Inhalte kann nach Paragraf 184b Strafgesetzbuch verfolgt werden.

Zur Bekämpfung solcher Straftaten arbeitet in Hessen die Einheit „FOKUS“. Mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bündeln dort Ermittlungen gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornografie. Allein im vergangenen Jahr wurden über 1.600 Durchsuchungsbeschlüsse und 48 Haftbefehle gegen rund 1.620 Beschuldigte vollstreckt.

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Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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