Ermittlungen nach Umspannwerk-Brand in Reutlingen: Özdemir dämpft Erwartungen
- Özdemir ist seit ein paar Wochen Regierungschef im Südwesten. (Archivbild)
- Foto: Katharina Kausche/dpa
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Stuttgart. Nach dem Brand in einem Umspannwerk mit großflächigem Stromausfall in Reutlingen prüft die Landesregierung mögliche Konsequenzen für den Schutz kritischer Infrastruktur. Baden Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir machte jedoch deutlich, dass ein vollständiges Abschirmen solcher Anlagen kaum möglich ist.
„Die Vorstellung, dass wir alle Umspannwerke quasi von der Öffentlichkeit abschirmen, die ist kaum durchsetzbar“, sagte der Grünen Politiker in Stuttgart. Dennoch werde geprüft, welche Lehren sich aus dem Vorfall ziehen lassen und wie die Stromversorgung widerstandsfähiger werden kann.
Mehr Schutz für kritische Infrastruktur wird geprüft
Nach Angaben des Ministerpräsidenten geht es vor allem darum, die sogenannte Resilienz der Infrastruktur zu stärken. Ziel sei es, Anlagen möglichst wenig angreifbar zu machen und Ausfälle besser abzufedern. Welche konkreten Maßnahmen daraus folgen könnten, sei derzeit noch offen.
Özdemir betonte, dass es noch zu früh sei, aus dem Brand in Reutlingen endgültige Schlüsse zu ziehen. Zunächst müsse geklärt werden, was genau zu dem Feuer geführt hat.
Ermittler prüfen möglichen extremistischen Hintergrund
Das Landeskriminalamt Baden Württemberg hat bislang keine Hinweise auf Täter oder Motive gefunden. Auch ein politischer Hintergrund sei derzeit nicht belegt.
Das Verfahren wird dennoch beim Staatsschutzzentrum der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart geführt. Hintergrund ist, dass bei solchen Taten grundsätzlich auch eine mögliche extremistische Motivation geprüft wird.
Der Brand im Umspannwerk hatte zuvor zu einem großflächigen Stromausfall in Reutlingen geführt. Die Ermittlungen dauern an. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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