Ermittlungen in Basel: Legionellen-Ausbruch mit Todesfall
- In der Schweiz sind 26 Menschen an der Legionärskrankheit erkrankt, eine Person ist gestorben.
- Foto: Federico Gambarini/dpa/dpa-tmn
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Basel. Nach dem tödlichen Legionellen-Ausbruch in Basel ermitteln die Behörden wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung.
Die Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt nahm nach offiziellen Angaben ein Strafverfahren auf. Weitere Details nannten die Behörden mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht.
In den vergangenen zwei Wochen erkrankten nach früheren Angaben der Schweizer Behörden 26 Menschen an der Legionärskrankheit. Eine Person starb. Als wahrscheinlichster Ausbruchsherd gilt inzwischen ein wasserbetriebener Kühlturm auf dem Dach eines Gebäudes. Die Anlage wurde nach Angaben des Gesundheitsdepartements stillgelegt.
Was bisher zu dem Ausbruch bekannt ist
Nach Behördenangaben war das Wasser in dem Kühlturm mit Legionellen kontaminiert. Die Bakterien können grippeartige Beschwerden auslösen, aber auch schwere Lungenentzündungen verursachen. Besonders gut vermehren sie sich bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad.
Anlagen wie der betroffene Kühlturm stoßen Wasserdampf aus. Je nach Wetterlage und Wind kann sich dieser in einem größeren Umkreis verbreiten. Werden belastete Wassertröpfchen eingeatmet, ist eine Ansteckung möglich. Klimaanlagen und Wärmepumpen in Privathaushalten sind nach Behördenangaben nicht betroffen.
Einordnung für Deutschland
Auch in Deutschland kommt die Legionärskrankheit jedes Jahr vor. Größere Ausbrüche sind aber selten. Zuletzt erkrankten mehr als 2.000 Menschen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts starben 2024 insgesamt 104 Patienten, 2023 waren es 115. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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