Diesel-Leck in Wiebelsheim belastet Bach und geschützte Biber
- Ein Arbeiter pumpt mit Hilfe einer Ölsperre das durch Diesel verunreinigte Wasser aus dem Bach ab.
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Umweltschaden. In Wiebelsheim im Rhein-Hunsrück-Kreis ist nach einem Diesel-Leck an einer unterirdischen Pipeline ein Bach verunreinigt worden. Das Ausmaß der Schäden für Natur und Tiere ist weiterhin unklar.
Nach Angaben des Umweltministeriums lässt sich die Menge des ausgelaufenen Dieselkraftstoffs bislang nicht beziffern. Der Kraftstoff floss bis zur Schließung der Leckage vor allem über einen nahegelegenen Bach ab. Teilweise sickerte er auch in den Boden.
Am Freitagnachmittag, 13. März, verschafften sich Innenminister Michael Ebling und Umweltministerin Katrin Eder vor Ort ein Bild der Lage. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen einer absichtlichen Manipulation an der Pipeline. Hinweise auf einen politisch motivierten Sabotageakt gibt es nach Angaben des Innenministers nicht. Der verwendete Modus operandi sei aus anderen Bundesländern bekannt und deute auf Täter mit Fachkenntnissen hin.
Boden wird abgetragen und entsorgt
Nach Angaben der Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises wurden unmittelbar nach Bekanntwerden des Lecks Ölsperren installiert. Zudem wird weiterhin Diesel abgesaugt. Stark belasteter Boden wird ausgehoben und zu einer Abfallanlage gebracht, um eine weitere Ausbreitung der Verunreinigung zu verhindern.
Biber als streng geschützte Art betroffen
Besondere Sorge bereitet der Zustand der dort lebenden Biber. Die streng geschützten Tiere sollen eingefangen, von Öl gereinigt und anschließend an anderer Stelle wieder ausgesetzt werden. Ihre Biberburgen sind nach Angaben des Umweltministeriums von einem Ölfilm überzogen.
Folgen für Tiere noch nicht abschließend geklärt
Welche Auswirkungen der Vorfall auf weitere Tierarten hat, ist derzeit offen. Größere Schäden an Fischen wurden bislang nicht festgestellt. Eine gefundene tote Bachforelle steht nach aktuellem Stand nicht in direktem Zusammenhang mit dem Diesel-Austritt.
Die Polizei geht davon aus, dass bislang Unbekannte am Mittwoch, 11. März, die Pipeline beschädigten, um Diesel abzupumpen. Eine Ermittlungsgruppe der Kriminaldirektion Koblenz wurde eingerichtet. Für die Bevölkerung bestand laut Behörden keine akute Gesundheitsgefahr. dpa
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Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |