Bombenentschärfung in Dernau gestartet: 600 Menschen evakuiert
- Rund 600 Menschen haben nach dem Fund einer Fliegerbombe am Morgen ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen.
- Foto: Thomas Frey/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Dernau. Rund 600 Menschen mussten am Freitagmorgen in Dernau im Ahrtal vorübergehend ihre Wohnungen verlassen. Grund ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Nach Angaben der Verbandsgemeinde Altenahr verlief die Evakuierung planmäßig. Dadurch konnte die Entschärfung früher beginnen als zunächst vorgesehen.
Die 250 Kilogramm schwere Bombe war am Donnerstag, 11. Juni, bei Sondierungsarbeiten zur Wiederherstellung der Ahr entdeckt worden. Der Fundort liegt auf der rechten Seite des Flusses. Innerhalb eines Radius von 300 Metern mussten Anwohner ihre Häuser bis 9 Uhr verlassen.
Sperrungen rund um den Fundort
Während der Entschärfung gelten mehrere Einschränkungen im betroffenen Bereich. Dazu gehören unter anderem:
- Sperrung mehrerer Straßen rund um den Fundort
- Einstellung des Straßenverkehrs im Gefahrenbereich
- Unterbrechung des öffentlichen Nahverkehrs inklusive der Ahrtalbahn
Für Menschen ohne private Unterkunft wurde eine Sammelstelle im Freundschaftshaus Marienthal am Donau Ries Platz eingerichtet.
Ort stark von der Flut betroffen
Dernau im Kreis Ahrweiler hat nach Angaben des Statistischen Landesamtes etwa 1500 Einwohner. Der Ort wurde bei der Ahrtal Flutkatastrophe schwer getroffen. Mehrere Menschen kamen ums Leben. Häuser, Straßen und eine Brücke wurden zerstört.
Die jetzt gefundene Bombe stammt aus dem Zweiten Weltkrieg. Solche Blindgänger werden bei Bau und Erdarbeiten immer wieder entdeckt. Sie müssen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen entschärft werden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |