Bodensee: Schiffsunfälle auf Zehnjahres-Hoch - das sind die Gründe
- Die Wasserschutzpolizei hat eine Unfallstatistik herausgegeben (Symbolbild)
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Schiffsunfälle. Am Bodensee ist die Zahl der gemeldeten Unfälle deutlich gestiegen und sorgt für höhere Risiken auf dem Wasser.
Zehnjahres-Höchststand bei Unfällen
Nach Angaben der Wasserschutzpolizei erreichten die Schiffsunfälle auf dem Bodensee einen Höchstwert der vergangenen zehn Jahre. In den Zuständigkeitsbereichen der Stationen Friedrichshafen, Konstanz und Überlingen wurden 104 Unfälle registriert. Der Gesamtschaden lag bei rund zwei Millionen Euro. Als häufigste Ursachen nennen die Ermittler Fahrfehler, Unachtsamkeit und mangelnde Erfahrung.
Ein einzelner Unfall treibt die Schadenssumme
Besonders ins Gewicht fiel ein Unfall im Mai in Kressbronn. Beim Einkranen eines fabrikneuen Motorbootes verrutschte der Gurt durch eine ruckartige Bewegung um wenige Zentimeter. Das Boot prallte auf die Hafenmauer und stürzte anschließend mit dem Heck voraus ins Hafenbecken. Der Schaden belief sich auf etwa 1,5 Millionen Euro. Im Vergleich zum davorliegenden Jahr lag die Gesamtsumme der Schäden damit deutlich höher.
Todesfälle und Verletzte erfasst
In der Statistik der Wasserschutzpolizei werden auch Badeunfälle berücksichtigt. Verzeichnet wurden sechs Todesfälle durch Badeunfälle. Die Zahl lag unter dem Wert des Jahres davor. Insgesamt erlitten elf Menschen Verletzungen. Sieben bei Schiffsunfällen und vier beim Baden.
Was auf dem Bodensee das Unfallrisiko erhöht
- Unaufmerksamkeit beim Fahren und Manövrieren
- Fehler beim Anlegen oder Kranen von Booten
- Geringe Erfahrung auf stark frequentierten Gewässern
Die Wasserschutzpolizei betont die Bedeutung von Umsicht und Routine, besonders in Häfen und bei technischen Abläufen. dpa
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |